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Präsentation des Jahresabschlusses 2012 der Julius Bär Gruppe

Zürich – Boris F.J. Collardi, Chief Executive Officer der Julius Bär Gruppe AG, sagte: «Wir standen im Jahr 2012 in allen unseren Märkten weiterhin in der Gunst der Kunden. Der bedeutende Netto-Neugeldzufluss lag am oberen Ende unseres Zielbereichs und unterstreicht die fundamentale Stärke des Produkt- und Dienstleistungsangebots von Julius Bär, das durch unsere renommierte Marke zusätzlich gestärkt wird. Daraus resultierte ein solides Finanzergebnis für das Geschäftsjahr. Neben der laufenden Geschäftstätigkeit haben wir mit der Akquisition von Merrill Lynchs International-Wealth-Management-Geschäft (IWM) ausserhalb der USA, dessen Integration gut auf Kurs ist, den Übergang von Julius Bär in die nächste strategische Wachstumsphase initiiert.»

Die Kundenvermögen erhöhten sich um 7% auf CHF 277 Milliarden. Die verwalteten Vermögen stiegen um 11% oder CHF 19 Milliarden auf CHF 189 Milliarden. Der Anstieg der verwalteten Vermögen war zurückzuführen auf a) eine positive Marktperformance von nahezu CHF 11 Milliarden vor dem Hintergrund signifikanter Verbesserungen in vielen Anlagekategorien, vor allem Aktien, b) Netto-Neugeldzuflüsse von CHF 9.7 Milliarden und c) einen negativen Währungseffekt von CHF 1 Milliarde, vor allem auf Grund des Rückgangs des US-Dollars gegen Jahresende. Die Wachstumsrate für Netto-Neugeld von 5.7% lag am oberen Ende des Zielbereichs von 4-6%. Wie in den Vorjahren trugen alle Marktregionen positiv dazu bei, wobei der grösste Teil aus den Wachstumsmärkten – Asien, Lateinamerika, dem Mittleren Osten, Russland sowie Zentral- und Osteuropa – stammte. Das lokale Geschäft in Deutschland und der Schweiz verzeichnete ebenfalls solide Zuflüsse. Die Custody-Vermögen betrugen Ende Jahr gegenüber dem Vorjahr unverändert CHF 88 Milliarden.

Der Betriebsertrag nahm um 1% auf CHF 1‘737 Millionen ab. Dem Anstieg des Erfolgs aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie dem Erfolg aus dem Zins- und Dividendengeschäft stand ein Rückgang des Erfolgs aus dem Handelsgeschäft gegenüber. Da die durchschnittlich verwalteten Vermögen (gerechnet auf monatlicher Basis) um 8% auf CHF 181 Milliarden stiegen, verringerte sich die Bruttomarge von 105 Basispunkten im Jahr 2011 auf 96 Basispunkte. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg um 4% auf CHF 980 Millionen, wobei der Gesamtanstieg durch einen weiteren Rückgang der Transaktionsvolumen der Kunden leicht gedämpft wurde. Der Erfolg aus demZins- und Dividendengeschäft stieg um 5% auf CHF 559 Millionen, was hauptsächlich auf den anhaltenden Anstieg der Kreditvolumina und höhere Treasury-Erträge zurückzuführen war. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft nahm um 36% auf CHF 173 Millionen ab, hauptsächlich auf Grund eines weiteren Rückgangs des kundenbezogenen Devisenhandels als Folge gesunkener Volatilität an den Devisenmärkten, vor allem im Zusammenhang mit dem CHF/EUR-Wechselkurs. Der übrige ordentliche Erfolg stieg auf CHF 26 Millionen, nach CHF 9 Millionen im Jahr 2011.

Der adjustierte Geschäftsaufwand sank um 5% auf CHF 1‘216 Millionen. Ohne Deutschlandzahlung 2011 blieb er unverändert. Die Anzahl der Mitarbeiter betrug Ende Jahr 3‘721, 2% mehr als vor einem Jahr und die Anzahl der Kundenberater erhöhte sich um 11 auf 806. Unterstützt durch gesunkene Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen blieb der adjustierte Personalaufwand bei CHF 788 Millionen. Der adjustierte Sachaufwand, einschliesslich Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste, fiel um 18% von CHF 425 Millionen auf CHF 349 Millionen. Ohne Deutschlandzahlung 2011 belief sich der adjustierte Sachaufwand 2011 auf CHF 360 Millionen, lediglich 3% geringer als im Vorjahr, obwohl im Jahr 2012 CHF 38 Millionen im Zusammenhang mit der US-Steuersituation aufgewendet wurden.

Als Folge davon erhöhte sich die adjustierte Cost/Income Ratio2 auf 71% im Vergleich zu 68% im Jahr 2011. Ohne die zuvor genannten Kosten im Zusammenhang mit der US-Steuersituation stieg die adjustierte Cost/Income Ratio auf 69%.

Der adjustierte Gewinn vor Steuern stieg um 10% auf CHF 521 Millionen. Die Ertragssteuern erhöhten sich entsprechend von CHF 73 Millionen auf CHF 88 Millionen, was einer Steuerquote von 16.9% entspricht, gegenüber 15.4% im Jahr 2011. Der adjustierte Konzerngewinn stieg in der Folge um 8% auf CHF 433 Millionen und der adjustierte Gewinn pro Aktie lag bei CHF 2.14, ein Plus von 11% gegenüber CHF 1.93 im Jahr 2011 (wobei der Gewinn pro Aktie 2011 auf Grund der Veränderung der anwendbaren Anzahl Aktien als Folge der im Oktober 2012 abgeschlossenen Bezugsrechtsemission gemäss IFRS angepasst wurde). Unter Ausklammerung der Deutschlandzahlung 2011 verringerte sich der adjustierte Gewinn vor Steuern um 3%, der adjustierte Konzerngewinn um 4% und der adjustierte Gewinn pro Aktie um 1%.

Wie in den Vorjahren werden in der Analyse und der Diskussion der Ergebnisse in der Medienmitteilung und der Business Review beim adjustierten Geschäftsaufwand die Integrations- und Restrukturierungskosten (CHF 57 Millionen im Jahr 2012 gegenüber CHF 65 Millionen 2011) sowie Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten im Zusammenhang mit Akquisitionen (unverändert bei CHF 90 Millionen) ausgeklammert. Unter Einschluss dieser Positionen, wie sie im IFRS-Ergebnis des Geschäftsberichts aufgeführt sind, belief sich der Konzerngewinn im Jahr 2012 auf CHF 298 Millionen, was nach CHF 258 Millionen im Jahr 2011 einer Zunahme von 15% entspricht, und der Gewinn pro Aktie stieg um 19% auf CHF 1.47 gegenüber den angepassten CHF 1.24 im Jahr 2011.

1 Die adjustierten Ergebnisse, wie sie in dieser Medienmitteilung und Business Review präsentiert und besprochen werden, entsprechen den geprüften IFRS Finanzergebnissen exklusive Integrations- und Restrukturierungskosten sowie Abschreibungen auf Immateriellen Vermögenswerten im Zusammenhang mit Akquisitionen oder Veräusserungen sowie der einmaligen Kosten für das am 14. November 2011 angekündigte Restrukturierungsprogramm.

2 Berechnet auf der Basis des adjustierten Geschäftsaufwands, abzüglich Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste.

Bilanz und Kapitalentwicklung

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 4% auf CHF 54.9 Milliarden. Die Kundeneinlagen stiegen erheblich um CHF 4.3 Milliarden auf CHF 39.1 Milliarden und das Kreditbuch um CHF 3.4 Milliarden auf CHF 19.8 Milliarden (davon CHF 14.2 Milliarden besicherte Lombardkredite und CHF 5.6 Milliarden Hypotheken) – beides Höchststände, so dass ein Verhältnis von Ausleihungen zu Einlagen von 0.51 resultierte. 2012 wirkten sich der Jahresgewinn sowie das zusätzliche Kernkapital (Tier 1) und das für die Akquisition von IWM beschaffte Eigenkapital positiv auf die Kapitalentwicklung aus. Dieser positive Effekt übertraf den kombinierten Kapitalabfluss als Folge des Anfang 2012 abgeschlossenen Aktienrückkaufprogramms und der im April 2012 bezahlten Sonderdividende deutlich. Als Folge stieg das Eigenkapital um CHF 0.6 Milliarden auf CHF 4.9 Milliarden, das BIZ Gesamtkapital um CHF 0.9 Milliarden auf CHF 3.9 Milliarden und das BIZ Kernkapital (Tier 1) um CHF 0.9 Milliarden auf CHF 3.6 Milliarden. Die risikogewichteten Anlagen gingen um CHF 0.4 Milliarden auf CHF 12.5 Milliarden zurück. Als Folge stieg die BIZ Gesamtkapitalquote (gemäss Basel 2.5) von 23.9% auf 31.6% und die BIZ Kernkapitalquote (Tier 1) von 21.8% auf 29.3%. Während der nächsten zwei Jahre, wenn die IWM-Kundenvermögen schrittweise übertragen (und bezahlt) werden und die anvisierten IWM-bezogenen Transaktions-, Integrations- und Restrukturierungskosten anfallen, dürften die Gesamtkapitalquote und die Kernkapitalquote (Tier 1) wieder normalere Niveaus erreichen.

Unveränderte ordentliche Dividende vorgeschlagen

Der Verwaltungsrat wird der Ordentlichen Generalversammlung vom 10. April 2013 eine unveränderte ordentliche Dividende von CHF 0.60 pro Aktie vorschlagen. Wie 2011 und 2012 wird vorgeschlagen, dass die Dividende aus den Reserven aus Kapitalanlagen bezahlt wird. Die Ausschüttung unterliegt somit keiner Verrechnungssteuer und für Schweizer Privatanleger, die ihre Aktien als private Anlagen halten, fällt keine Einkommenssteuer an.

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