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ProSiebenSat.1-Chef will neue Medienordnung in Deutschland

Der Chef des Medienkonzerns ProSiebenSat.1, Conrad Albert, sieht sich durch die strenge Regulierung der TV-Sender in Deutschland gegenüber Internetriesen benachteiligt. „Wir sind ungleichen Bedingungen unterworfen im Vergleich zu unseren internationalen Mitbewerbern“, sagte der Manager dem „Handelsblatt“. Man werde jeden Tag von mehr als 20 Aufsichtsgremien kontrolliert.

„Die unzeitgemäßen Fußfesseln kommen noch aus dem vergangenen Jahrtausend, sie sind historisch gewachsen und stammen aus dem analogen Zeitalter. Sie gehören revolutioniert.“ Die Google-Tochter Youtube verkaufe Werbereichweite wie die klassischen Medien, so Albert. Im Gegensatz zu Youtube hätten Sender wie der zu seinem Konzern gehörige Kanal Sat.1 aber strenge Zulassungsvorgaben: Sie müssten zum Beispiel Dritten Sendeflächen zur Verfügung stellen und dafür zudem jährlich zweistellige Millionenbeträge zahlen. Hinzu kämen Werbezeitenbeschränkungen, Daten- und Jugendschutz. Für die Google-Tochter sei das alles kein Thema: „Youtube muss sich mit diesen Themen im Gegensatz zum Privatfernsehen nicht beschäftigen.“ Laut Albert ist es dringend geboten, sich Gedanken über neue Regeln zu machen: „Wenn wir in Deutschland auch noch in der Zukunft eine funktionierende Medienindustrie haben wollen, müssen wir jetzt die Weichen stellen. Deshalb fordere ich eine Struktur-Taskforce, die alle Beteiligten unseres Mediensystems an einen Tisch bringt und ergebnisverpflichtet eine neue Medienordnung für Deutschland definiert.“

Foto: ProSiebenSat.1 Media AG, über dts Nachrichtenagentur

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