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Rauchsäule über Stuttgart: Dutzend Bewohner bei Gebäudebrand gerettet – Menschen fliehen bei Minusgraden aufs Dach, dichter Rauch dringt aus verkohlten Fenstern

STUTTGART: Dramatische Minuten am frühen Samstagmorgen in der Liststraße im stuttgarter Süden. Bewohner bemerkten gegen 7:30 Uhr dichten Rauch aufsteigen, der offenbar aus dem ersten oder zweiten Geschoss eines Mehrfamilienhauses drang. Auf einmal schlugen Flammen raus, Scheiben zerbersten. Bereits auf der Anfahrt sah die alarmierte Feuerwehr eine Rauchsäule über der Landeshauptstadt: „Wir sahen bereits auf der Anfahrt den Rauch, beim Eintreffen fanden wir einen Wohnungsbrand“ so Dr. Georg Belge, Amtsleiter der Feuerwehr Stuttgart. 12 Personen mussten von der Feuerwehr, teilweise vom Dach, gerettet werden. In diesen dramatischen Minuten mussten die Bewohner sich vor dem dichten Rauch in Sicherheit bringen, der bereits durchs ganze Haus zog. Es bestand währenddessen die Gefahr, dass der Brand sich auf weitere Stockwerke ausbreiten kann. Die Feuerwehr musste schnell agieren und den Brand unter Kontrolle bringen, was schließlich nach einigen Minuten auch gut gelang. Einige Personen konnten dann auch mit Hilfe von sogenannten Fluchthauben durch das Treppenhaus ins Freie gebracht werden. Die meisten Bewohner konnten sich noch nicht mal anziehen und mussten leicht bekleidet ihre Wohnung verlassen. Der Rettungsdienst alarmierte deshalb den Großraumrettungswagen. Ein Bus mit Blaulicht, der aber viele Menschen gleichzeitig versorgen kann: Sozusagen ein Krankenhaus auf Rädern (Benutzt auch bei Großereignissen mit vielen Verletzten). Darin wurden die Bewohner untergebracht und aufgewärmt. Der Rettungsdienst zähle insgesamt 12 gerettete Personen, aber nur einen Leichtverletzten, den sie mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus bringen mussten. Da ist der Brand wohl noch mal glimpflich ausgegangen. Die Feuerwehr war noch einige Stunden im Einsatz, räumte die ganze ausgebrannte Wohnung leer. Viele Möbel und Gegenstände sind verbrannt und wurden aus dem Fenster geworfen. Die Polizei muss nun ermitteln, wie es zu dem Brand kommen konnte.

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