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Real-Käufer kündigt harte Restrukturierung an

Der Käufer der Warenhauskette Real hat eine harte Restrukturierung für das angeschlagene Unternehmen angekündigt. „Es ist in der Tat eine herausfordernde Akquisition, Real so wie es heute ist, ist nicht zukunftsfähig“, sagte Marjorie Brabet-Friel, Vorstandschefin der SCP Group dem „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe). Man treffe „keine überhasteten Entscheidungen“ und gebe Real „eine faire Chance“.

„Wir sehen heute schon, dass es schwierig wird“, so die SCP-Group-Chefin weiter. Ziel sei es, „so viele Arbeitsplätze wie möglich zu retten“. „Wir hoffen jetzt, dass wir so rasch wie möglich die Kartellfreigabe erhalten“, sagte Brabet-Friel. Danach wolle sich die SCP Group gemeinsam mit ihrem Partner X+Bricks jeden Standort separat anschauen und für jeden Markt eine individuelle Lösung suchen, ob er behalten, geschlossen oder an einen anderen Betreiber weitergereicht werde. Dieser Prozess werde vier bis fünf Monate dauern. „Es werden nach unseren heutigen Vorstellungen ungefähr 30 Standorte geschlossen“, bestätigte die SCP-Group-Chefin. Keine Zukunft sieht sie für den Onlinemarktplatz von Real im Unternehmen. „Den wollen wir nicht selber betreiben, für diesen Teil des Unternehmens suchen wir einen Käufer“, sagte Brabet-Friel dem „Handelsblatt“. Wer dafür in Frage kommt, ist jedoch noch offen. Metro hatte am Dienstagabend mitgeteilt, dass die Verträge über einen Verkauf von Real an die SCP Group unterzeichnet seien. Der Vertrag stehe noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Aufsichtsgremiums der russischen Sistema PJSFC, die hinter SCP steht und die Finanzierung der Übernahme sicherstellt. Sistema teilte ebenfalls am Dienstag in Moskau mit, dass man dafür bis zu 263 Millionen Euro zur Verfügung stelle. Metro erwartet der eigenen Mitteilung zufolge einen Netto-Mittelzufluss in Höhe von 300 Millionen Euro. Real betreibt zurzeit 276 Standorte. Von denen wolle die SCP Group rund 50 Märkte zwei Jahre lang unter der Marke Real weiterbetreiben, berichtet das „Handelsblatt“. Die restlichen sollen an andere Betreiber verkauft oder geschlossen werden.

Foto: Bananen in einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

 

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