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Reform des Führungspositionen-Gesetzes verzögert sich

Durch die Coronakrise verzögert sich die von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) geplante Reform des Gesetzes für mehr Frauen in Führungspositionen (FüPoG II), welches unter anderem eine Frauenquote für Vorstände vorsieht. „Unser Gesetzentwurf sollte jetzt eigentlich ins Kabinett kommen“, sagte Giffey dem „Handelsblatt“. Das verzögere sich allerdings wegen der Bewältigung der Coronakrise, sei aber „nur aufgeschoben, nicht aufgehoben“.

Das ursprüngliche Gesetz war vor genau fünf Jahren in Kraft getreten. Es führte eine fixe Frauenquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte in gut 100 börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen ein sowie eine flexible Frauenquote für weitere etwa 3.500 Gesellschaften. Mit der Reform will Giffey erreichen, dass künftig in Vorständen von börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen mit mehr als drei Mitgliedern mindestens eine Frau vertreten ist. Die SPD-Politikerin sieht durch die Coronakrise Rückschritte in der Gleichstellung. „Frauen schaffen es trotz all ihrer Talente, exzellenter Ausbildung und ihrem ganzen Einsatz immer noch zu selten in die Führungsetagen“, sagte Giffey der Zeitung. „Die Coronakrise verstärkt diese Situation leider.“ Die Probleme bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch geschlossene Schulen und Kitas müssten überwiegend die Frauen lösen.

Foto: Frau auf einer Rolltreppe, über dts Nachrichtenagentur

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