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Rekord-Beitragsschulden in gesetzlicher Krankenversicherung

Die Beitragsschulden in der gesetzlichen Krankenversicherung haben ein neues Rekordniveau erreicht: Ende Juli verzeichneten die 113 gesetzlichen Krankenkassen Außenstände von erstmals über sieben Milliarden Euro, berichtet die “Berliner Zeitung” (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf neueste Zahlen des Bundesversicherungsamtes. Insgesamt beliefen sich die Beitragsschulden auf 7,045 Milliarden Euro. Das ist fast eine Milliarde Euro mehr als noch am Jahresanfang.

Während der zu Ende gehenden Wahlperiode hat sich der Schuldenstand damit in etwa verdreifacht. Als Hauptverursacher für den Anstieg gelten kleine Selbstständige mit geringem Einkommen, sogenannte Solo-Selbstständige. Sie müssen wie alle Selbstständigen in der gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel für Gesundheit und Pflege unabhängig vom tatsächlichen Einkommen einen Mindestbeitrag von monatlich über 400 Euro zahlen, der häufig ihre Leistungsfähigkeit weit überschreitet. Seit 2007 besteht in Deutschland eine Pflicht zur Krankenversicherung. Werden die Beträge nicht gezahlt, übernehmen die Kassen nur noch eine Notfallversorgung.

Foto: Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur

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