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Altersvorsorge

Richtig riestern – vor dem Abschluss eines Riester-Vertrags sollte man sich gründlich informieren

2030 wird ein deutscher Ruheständler nur noch 43 Prozent seines durchschnittlichen Nettoeinkommens als gesetzliche Rente bekommen - damit allein lässt sich der gewohnte Lebensstandard aber keineswegs halten. Um im Alter keine allzu großen Einschränkungen hinnehmen zu müssen, ist private Vorsorge unverzichtbar. Um die Bürger entsprechend zu motivieren, hat der Staat die sogenannte Riester-Rente eingeführt. Inzwischen sparen immerhin 15 Millionen Bundesbürger mit einem Riester-Vertrag fürs Alter. Sie wollen von den staatlichen Zulagen und Steuervorteilen während der Ansparphase profitieren.

Verunsicherte Verbraucher

Trotz der auf den ersten Blick erfreulichen Zahlen sind über der Riester-Rente dunkle Wolken aufgezogen. Verbraucherschützer, Politiker und die Anbieter der Produkte streiten seit Jahren für und wider die Riester-Rente. Die Konsequenz der endlosen Diskussion: Das Ansehen der Riester-Rente bei den Bundesbürgern sinkt seit Jahren. Eine aktuelle Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Postbank ergab beispielsweise, dass 2009 noch 23 Prozent der Bevölkerung die private Riester-Rente für besonders sicher hielten. Dieser Wert ist mittlerweile auf nur noch 16 Prozent gesunken. Und nur noch acht Prozent derjenigen, die ihre Altersvorsorge aufstocken möchten, interessieren sich der Studie zufolge für die staatlich geförderte Riester-Rente. Jürgen Müller vom Wirtschaftsnachrichten-Portal wirtschaft.com: "Die heftigen Diskussionen der Experten über Sinn und Unsinn der Riester-Rente haben den Verbraucher verunsichert. Er weiß nicht, welcher Seite er vertrauen soll - denn alle Fachleute können mit vermeintlich guten Argumenten aufwarten." Die Entscheidung für oder gegen einen Vertrag müsse der Verbraucher letztlich ganz allein treffen. Weil die Materie, so Müller, sehr komplex und individuell sehr unterschiedlich gelagert sei, ließen sich kaum allgemeingültige Aussagen darüber treffen, welcher Riester-Vertrag für wen empfehlenswert sei: "Die optimale Lösung fällt je nach Einkommens- und Familiensituation, Alter und Sparrate sowie persönlicher Steuerbelastung ganz unterschiedlich aus."

Informieren und Preise und Leistungen vergleichen

Denn schließlich würden, erläutert Jürgen Müller, Riester-Verträge in den verschiedensten Sparformen und Produktvarianten angeboten. Abgesehen von den gesetzlichen Mindestanforderungen an ein Riester-Produkt gebe es große Unterschiede - was sich letztlich auch in den Kosten und damit in der Rentabilität niederschlage: "Letztlich muss jeder für sich die grundsätzlichen Vorzüge und Nachteile einer Riester-Rente gegenüberstellen." Alle wesentlichen Informationen zur Riester-Rente gibt es beispielsweise unter www.wirtschaft.com/riester-rente im Internet. In dem umfangreichen Special kann man auch die Preise und Leistungen verschiedener Anbieter vergleichen und bei Bedarf unverbindliche Angebote einholen.

Üppige Zulagen

Um die vollen staatlichen Zulagen zu erhalten, müssen Sparer mindestens vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahresbruttoeinkommens in einen Riester-Vertrag einzahlen. Diese Zulagen spielen vor allem für Geringverdiener und Kinderreiche die entscheidende Rolle. Denn wer förderfähig ist - also praktisch alle, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sowie Beamte - wird mit 154 Euro im Jahr vom Staat gesponsert. Für den Ehepartner mit eigenem Vertrag gibt es ebenfalls 154 Euro - und für jedes Kind weitere 300 Euro, sofern es nach 2008 geboren wurde. >> Zurück zu den wirtschaft.com Pressemitteilungen <<

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