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Röttgen bedauert Rückzug von Linken-Politiker Liebich

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen (CDU), hat den Rückzug des Linken-Außenpolitikers Stefan Liebich bedauert. „Stefan Liebich wird dem Bundestag als integrer Abgeordneter und kompetenter Außenpolitiker fehlen“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). „Er wird am meisten seiner eigenen Fraktion fehlen mit seinem Bemühen, die Linksfraktion außenpolitisch auf einen zwar linken, aber nicht ideologischen Kurs zu führen.“

Der Linken-Verteidigungsexperte Matthias Höhn sagte dem RND, Liebich habe sehr viel für die Reputation der Linksfraktion und linker Politik geleistet – und dafür öfter Prügel einstecken müssen. „Mit seiner Entscheidung verlieren Partei und Fraktion ihren kompetentesten Außenpolitiker.“ Dies sei ein schwerer Schlag und mehr als bedauerlich. „Und es sagt viel über unseren Zustand aus. Die Chancen für Mitte-Links-Bündnisse im Bund sind heute nicht gerade gestiegen“, so Höhn weiter. Bei SPD und Grünen werde die Außenpolitik der Linken seit jeher kritisch beäugt und als Haupthindernis für eine etwaige Koalition auf Bundesebene betrachtet. Liebich will sich nicht erneut um ein Bundestagsmandat bewerben. Am Donnerstag kündigte er zudem seinen Rückzug aus dem Auswärtigen Ausschuss zum Ende des Monats an.

Foto: Norbert Röttgen, über dts Nachrichtenagentur

 

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