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Röttgen fürchtet Zuspitzung im Atomstreit mit dem Iran

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen (CDU), fürchtet eine weitere Zuspitzung des Atomstreits mit dem Iran. „Dass Iran nun mit einem Teilausstieg aus dem Nuklearabkommen auf den Komplettausstieg der USA reagiert, war zu befürchten“, sagte Röttgen dem Nachrichtenportal T-Online. „Der Austritt der USA aus dem Abkommen wirkt in Iran als Niederlage der moderaten Kräfte um Staatspräsident Rohani und hat die Hardliner gestärkt. Iran reagiert auf amerikanischen Druck mit Gegendruck.“

Röttgen warnte vor einer Zuspitzung des Streits und forderte die Europäer auf, jetzt das „Heft des Handelns“ zu übernehmen. „Diese Eskalation und weitere, die folgen können, sind brandgefährlich.“ Die EU und die europäischen Teilnehmerstaaten des Abkommens, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, müssten angesichts dieser Lage als Trio aktiv werden im Iran und der Region. „Denn die USA verfolgen leider in wichtigen Punkten eine andere Politik“, sagte Röttgen.

Foto: Norbert Röttgen, über dts Nachrichtenagentur

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