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ROG beklagt Repression vor Präsidentenwahl in Weißrussland

Die Journalisten-Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) hat den Behörden in Weißrussland vor der Präsidentenwahl am Sonntag vorgeworfen, keine freie Berichterstattung zuzulassen. Während des Wahlkampfes seien bislang mehr als 40 Medienschaffende festgenommen worden, teilte die Organisation am Donnerstag mit. Diese hatten demnach über Demonstrationen und Kundgebungen von Kandidaten der Opposition berichtet.

„Diese illegale Behinderung der Arbeit von Medienschaffenden muss unabhängig untersucht und die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte ROG-Vorstandssprecherin Katja Gloger. Nach Angaben von ROG werden unabhängige Medien in Weißrussland permanent in ihrer Arbeit behindert und in jüngster Zeit auch für unabhängige Berichte über die Coronavirus-Pandemie verfolgt. „Belarus ist als Mitglied der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa verpflichtet sicherzustellen, dass auch unabhängige und ausländische Medien ungehindert und gefahrlos über die Wahl berichten können“, so Gloger. Die Repression der weißrussischen Behörden richtet sich laut ROG ausdrücklich auch gegen ausländische Medien.

Foto: Fotograf, über dts Nachrichtenagentur

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