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Russell-Reynolds-Chef: Deutschland fördert Managerinnen nicht genug

Deutschlands Wirtschaft macht nach Ansicht von Clarke Murphy, Chef von Russell Reynolds Associates, einer der weltweit führenden Headhunting-Firmen, bei der Frauenförderung im Management zu wenig aus seinem Potenzial. "Es ist auch in Deutschland nicht so, dass es an Talenten fehlen würde", sagte Murphy der "Welt am Sonntag" (15. November 2015). "Es gibt Hunderte Frauen in Deutschland, die auf dem Weg sind, in Zukunft einen Vorstandsposten in einem Konzern übernehmen zu können."

Richtig sei aber auch: "Deutschland bewegt sich bisher nicht schnell genug." International sieht Murphy Deutschland bei diesem Thema im Rückstand: "Andere Länder sind hier schon weiter." Als Beispiele in Europa nennt er Großbritannien, Schweden und Polen. Außerhalb Europas sieht er die USA, Brasilien, Südkorea und "ganz besonders auch Singapur" vorn. Von Quoten hält Murphy wenig. "Ich glaube nicht an Quoten, ich glaube an den Aufstieg durch Leistung", sagte er. "In der Vergangenheit stand das Thema Frauen in Führungspositionen zu wenig im Fokus der Unternehmen. Sobald sich das nachhaltig ändert, werden wir auch rasch Fortschritte sehen. Dafür braucht man keine Quote." Murphy ist seit 2012 Chief Executive Officer von Russell Reynolds.
Foto: Geschäftsfrauen mit Smartphone, über dts Nachrichtenagentur

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