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RWI warnt vor Vollbremsung der Wirtschaft

Der Präsident des Essener Forschungsinstitutes RWI, Christoph Schmidt, hat die Bundesregierung vor einer „Vollbremsung“ der Volkswirtschaft gewarnt. „Eine anhaltende Vollbremsung der Volkswirtschaft könnte zu desaströsen Ergebnissen führen, da sie die Versorgung der Bevölkerung in Frage stellen und die Basis für das künftige Funktionieren der Volkswirtschaft gefährden würde“, schreibt Schmidt in einem Papier, über das die „Rheinische Post“ berichtet. „Ein behutsames Einbremsen des öffentlichen Lebens ist zur Eindämmung der Zahl an Neuinfizierten zielführend.“

Dieser Strategie seien jedoch Grenzen gesetzt, so der RWI-Präsident. Außerdem helfe es nicht, wenn das Virus in Deutschland zwar „ausgehungert“, aber später über andere Länder wieder ins Land getragen werde. „Das Problem ist hochkomplex, da sich das Virus bei Fortsetzung einer strikten Verzögerungsstrategie verändern und sogar noch deutlich gefährlicher werden könnte. Es dürfte daher besser sein, in langsamem Tempo eine `Durchseuchung` der Bevölkerung zuzulassen“, schreibt Schmidt. In dem Papier „Corona-Management im Gesundheitssystem“, welches er mit dem RWI-Gesundheitsexperten Boris Augurzky verfasst hat, schlägt Schmidt sieben Maßnahmen vor. Beispielsweise solle die Produktion kritischer Materialien und Geräte als Angelegenheit nationaler Sicherheit definiert werden. Das Vergaberecht müsse außer Kraft gesetzt werden. Die Krankenhaus-Bürokratie müsse vollständig ausgesetzt werden. „Die Einhaltung arbeitszeitrechtlicher Vorgaben darf die Versorgung nicht verhindern.“

Foto: Stahlproduktion, über dts Nachrichtenagentur

 

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