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Schattenwirtschaft in Deutschland weiter rückläufig

Die Schattenwirtschaft in Deutschland wird im laufenden Jahr voraussichtlich ein Volumen von 322 Milliarden Euro haben – zwei Milliarden Euro weniger als im vergangenen Jahr. Das zeigt die neue Prognose des auf das Thema spezialisierten Ökonomen Friedrich Schneider von der Universität Linz und des Tübinger Forschungsinstituts IAW, über die das „Handelsblatt“ berichtet. Zur Schattenwirtschaft zählen die Forscher neben der Schwarzarbeit auch unerlaubte Tätigkeiten wie illegale Arbeitnehmerüberlassung oder Drogenhandel.

Schneider erwartet, dass die sich verschlechternden Wirtschaftsaussichten den seit 2009 anhaltenden Rückgang der Schattenwirtschaft dämpfen werden. Auch könne Regulierung auf dem Arbeitsmarkt, etwa die Wiedereinführung der Meisterpflicht in einigen Handwerksberufen, dazu führen, dass die Schwarzarbeit künftig wieder zunehme. Der zu Jahresbeginn von 9,19 auf 9,35 Euro pro Stunde erhöhte Mindestlohn wirkt sich nach Ansicht der Forscher dagegen kaum aus. Nach den Berechnungen der Wissenschaftler entspricht das Volumen der Schattenwirtschaft hierzulande gut neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Von 20 untersuchten Industrieländern schneiden die USA mit 4,8 Prozent am besten ab. Bei Schlusslicht Griechenland liegt der Anteil bei rund 20 Prozent.

Foto: Drogendealer, über dts Nachrichtenagentur

 

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