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Schwesig verteidigt Reisebeschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die Eingriffe in die Bewegungsfreiheit ihres Landes angesichts der Coronakrise verteidigt. „Ostern ist normalerweise die Zeit, in der wir rausgehen, in der sich die Familien treffen, in der man Reisen unternimmt. All das ist in diesem Jahr wegen Corona nicht möglich“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagsausgaben).

Darum könnten auch „nicht alle an die Ostsee fahren“. Die Bürgermeister „insbesondere der Inseln und der Ostseeküste“ seien „in Sorge, dass es trotz der Reisebeschränkungen in der Osterzeit bei Sonnenschein einen hohen Reiseverkehr zur Ostsee gibt“, fügte Schwesig hinzu. Denn weder die geschlossene touristische Infrastruktur noch das Gesundheitssystem des Landes seien in der Coronakrise darauf eingerichtet. „Deshalb haben wir klare Regeln aufgestellt“, so die SPD-Politikerin. „Es geht uns um die Sicherheit der Bevölkerung und der Gäste.“ Nach der Krise seien alle Touristen wieder sehr willkommen. Mecklenburg-Vorpommern ist eines der Bundesländer mit den strengsten Regeln. Ferienwohnungen etwa dürfen dort nur von ihren Besitzern genutzt werden, wenn sie auch dort ihren Hauptwohnsitz haben. Eigentümern aus anderen Bundesländern bleiben Einreise und Nutzung weiterhin verboten. Das wird an den Landesgrenzen kontrolliert. Über die Osterfeiertage sind Tagesausflüge zu beliebten Badeorten an der Küste oder in der Seenplatte überdies allen Bürgern, also auch denen aus Mecklenburg-Vorpommern selbst, und nicht nur Auswärtigen untersagt. Mit 32 Infizierten je 100.000 Einwohnern ist Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich der 16 Bundesländer bisher am wenigsten von der Pandemie betroffen.

Foto: Strandkorb, über dts Nachrichtenagentur

 

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