Start > Regensburg > Science Scorecard hilft Regensburg bei städtischer Entwicklung

Science Scorecard hilft Regensburg bei städtischer Entwicklung

In der Wirtschaft hat sich die Balanced Scorecard (ins Deutsche übertragen etwa: "ausgewogener Berichtsbogen") schon längst als Instrument etabliert, um die Stärken und Schwachpunkte eines Unternehmens in dessen Schlüsselbereichen zu analysieren, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Handlungsempfehlungen daraus abzuleiten. Hierfür wird ein Kennzahlensystem entwickelt und ermittelt, das Kompetenzen vergleichbar und messbar machen soll. Einen ähnlichen Weg möchten jetzt die Stadt Regensburg , die Universität Regensburg, die OTH Regensburg und die IHK Regensburg bei der Analyse des Standorts Regensburg gehen. Dabei bedient sich Regensburg der Science Scorecard ( also eines "Wissenschafts-Berichtsbogens"). Dies ist ein Bewertungsinstrument, das der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft in Zusammenarbeit mit mehr als zehn renommierten Wissenschaftsstandorten im Rahmen eines Forschungsvorhabens entwickelt. Regensburg ist an diesem Projekt beteiligt. Die Stadt und ihre Partner - Universität Regensburg, OTH Regensburg und IHK Regensburg - arbeiten bereits seit Mai 2014 intensiv an der Entwicklung von Faktoren, welche die Auswirkungen wissenschaftlicher Aktivitäten auf die Standortentwicklung beschreiben und messbar machen sollen. "Wir möchten wissen, welche Maßnahmen in der Wissenschaftsförderung besonders geeignet sind, den Standort Regensburg auf wirtschaftlicher, aber auch auf gesellschaftlicher Ebene weiterzuentwickeln und in welchen Bereichen wir noch Defizite haben, die wir ausgleichen müssen", beschreibt Dieter Daminger, Referent für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen , die Beweggründe für die Teilnahme an dem Forschungsprojekt.

Standortanalyse kann entscheidend zum Erfolg beitragen

"Wir sind auf die Ergebnisse der Science Scorecard gespannt und erhoffen uns Anregungen, wohin die Reise für die OTH Regensburg gehen kann", erklärt Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg. "Hochschulen stehen in einem nationalen und internationalen Wettbewerb, in dem es gilt, sich auch in Zukunft zu behaupten. Die OTH Regensburg arbeitet deshalb stets daran, ihre Kompetenzen weiter auszubauen. Eine Standortanalyse kann dabei entscheidend zum Erfolg beitragen." Projektkoordinator Toni Lautenschläger, stellvertretender Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, sieht in dem Projekt die Chance, Ideen für neue Vorhaben zu entwickeln und Instrumente für die Förderung der Innovationskraft des Standortes an die Hand zu bekommen. "Clusterorientierte Wirtschaftsförderung haben wir in den letzten Jahren sehr erfolgreich betrieben, jetzt geht es darum, über neue Wege nachzudenken, um durch Wissenschaft die Wirtschaft zu stärken und umgekehrt." Bei einem eintägigen Regionalworkshop ging es kürzlich in Regensburg vorrangig darum, die örtlichen Zielsetzungen für das Projekt zu definieren, den Erwartungshorizont der Akteure abzustimmen und erste Kennzahlen zu analysieren. Dabei geht es beispielsweise darum, inwieweit ein hoher Anteil internationaler Studierender Einfluss auf den zu erwartenden Fachkräftemangel  nehmen oder wie sich der Aufbau hochschulkomplementärer Forschung in Regensburg auf die Innovationskraft der Wirtschaft auswirken kann. Erste Ergebnisse werden im Sommer 2015 erwartet.

Hier nachlesen ...

Thüringer CDU-Landrat warnt vor Öffnung zur AfD

Nachdem eine Reihe von Christdemokraten in Thüringen eine Öffnung zur AfD gefordert haben , warnt …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.