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Senftleben unterstützt Thesen von Alt-Bundespräsident Gauck

Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben hat sich in der Debatte um die Äußerungen von Alt-Bundespräsident Joachim Gauck hinter dessen Äußerungen gestellt. "Gauck spricht aus, was viele Bürger denken. Die meisten haben es satt abgestempelt und in eine Ecke gestellt zu werden, nur weil sie eine Meinung äußern", sagte Senftleben den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). "Es ist wichtig, klare Kante gegen Extremisten aller Couleur zu zeigen. Es ist aber auch wichtig, nicht jede Position, die man selber nicht teilt als extrem abzutun", sagte Senftleben weiter. Er rate zu etwas mehr Gelassenheit, wenn es darum gehe, auch unangenehme Meinungen auszuhalten. "Wir werfen uns in letzter Zeit viel zu oft gegenseitig vor, anderer Meinung zu sein. Das treibt einen immer größeren Spalt in die Gesellschaft. Bei politischen Diskussionen überhitzt unser Land gerade", so Senftleben. Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck hatte dem "Spiegel" gesagt, er wünsche sich eine "erweiterte Toleranz in Richtung rechts". Toleranz fordere, "nicht jeden, der schwer konservativ ist, für eine Gefahr für die Demokratie zu halten und aus dem demokratischen Spiel am liebsten hinauszudrängen", sagte Gauck. "Wir müssen zwischen rechts - im Sinne von konservativ - und rechtsextremistisch oder rechtsradikal unterscheiden", so Gauck. "Es ist nichts Schlechtes daran, konservativ zu sein", sagte der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Brandenburg am 1. September. Die Liebe zur Heimat sei doch zum Beispiel etwas Positives. "Die CDU war, ist und wird stets eine Heimat für Konservative sein. Die CDU ist aber genauso Heimat für liberale und soziale Werte. Das ist die DNA der CDU und keine der Strömungen kann den Anspruch erheben, wichtiger als die andere zu sein." Senftleben fuhr fort: "Aber Themen nach vorn denken ist bei allen gleichermaßen wichtig. Unsere Aufgabe als Volkspartei bleibt es Antworten für die Zukunft, basierend auf unseren Grundwerten zu finden. Und dabei müssen wir die Menschen einbinden und nicht ausgrenzen, auch wenn es manchmal nicht einfach sein sollte." Foto: Joachim Gauck, über dts Nachrichtenagentur

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