SGS: Plan 2014 wird forciert

Genf – Die SGS, Societe Generale de Surveillance, der international tätige Warenprüfkonzern mit Sitz in Genf, hat exakt nach Plan 2014 wieder mit einer Übernahme zugeschlagen. In Neuseeland wurde die Industrial Valve Engeineering Limited erworben. Das Unternehmen ist ebenfalls im Bereich Testen und Zertifizieren tätig. Mit 70 Mitarbeitern wurden von dem Unternehmen 2012 rund 11,8 Millionen Neuseeländische Dollar, umgerechnet 8,8 Millionen Schweizer Franken, umgesetzt. Die Industrial Valve Engineering ist 2013 bereits das 7. aufgekaufte Unternehmen.

Expansionskurs läuft nach Plan

Bereits 2010 beschloss die Konzernleitung der SGS den sogenannten Plan 2014. Durch ihn soll eine weltweite Führungsposition als Prüf- und Testverfahrens-Gesellschaft erreicht werden. Zum Plan gehört auch die Übernahme von kleinen Unternehmen, die auf die Bereiche Testen, Prüfen und Zertifizieren spezialisiert sind.  Der Fokus liegt dabei auf Betriebe, die über Kenntnisse und Technologien verfügen, die der SGS fehlen. Der Plan ist simpel, denn Fachwissen und Technologien werden auf bestehende Niederlassungen übertragen und von dort neu vermarktet.  2012 waren es die Unternehmen Agri Food Laboratories Guelph in Kanada, Gravena in Brasilien und Nvirocrop in Südafrika, die dazu beitrugen, dass SGS nicht nur anbieten kann, Saatgut zu prüfen, sondern zum umfassenden Anbieter in den Bereichen Crop-Research und Crop-Testing avancieren konnte. In Summe wurden seit der Verabschiedung von Plan 2014 bereits über 50 kleinere Unternehmen übernommen. Durch die Strategien, die im Plan 2014 festgelegt wurden, soll nicht nur die weltweite Polposition erreicht werden, sondern auch eine Erhöhung des Umsatzes von 4,7 Milliarden Schweizer Franken auf 8 Milliarden. Das Ziel ist ebenso eine Ebit-Marge von 20 Prozent und Gewinn je Aktie von 140 Franken.

Entwicklung der SGS

1878 wurde die SGS in Rouen in Frankreich von einem jungen Einwanderer aus Lettland gegründet. Das Unternehmen übernahm die Inspektion französischer Getreidelieferungen. Vor allem wurde der Schwund des Getreides auf der Reise überprüft. Gleichzeitig wurde ein ähnliches Unternehmen von Händlern aus verschiedenen Ländern in London gegründet. Noch im gleichen Jahr kam es zu einem Zusammenschluss der beiden Unternehmen und zur Gründung von Niederlassungen. Dabei entstand die Full Guarantee. Wenn das Getreide sowohl beim Be- als auch beim Entladen kontrolliert werden dürfe, haftet das Unternehmen für den Verlust. Eine Garantie, die SGS noch heute anbietet. 1915 wurde der Sitz des Unternehmens aufgrund des Ersten Weltkriegs nach Genf verlegt und der Konzern mit dem heutigen Namen belegt. Die gegenwärtige Struktur der SGS weist zehn verschiedene Geschäftsfelder in zehn verschiedenen Regionen auf und befindet sich mit schnellen Schritten auf dem Weg zum führenden Weltmarktführer für Prüfen, Testen und Zertifizieren.

Foto: © Deboer

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