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Siemens-Belegschaft wehrt sich gegen Sparpläne

München - Die Siemens-Führung muss bei ihrem jüngsten Sparprogramm mit massiver Gegenwehr durch die eigene Belegschaft rechnen. Anfang November hatte Konzernchef Peter Löscher angekündigt, er wolle die Kosten bis 2014 um sechs Milliarden Euro senken und so die Rendite über alle Bereiche hinweg auf zwölf Prozent steigern. Doch Betriebsrat und IG Metall wollen das nicht hinnehmen, wie der "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet.

Am kommenden Donnerstag soll in allen deutschen Niederlassungen und Werken ein bundesweiter Aktionstag stattfinden. Motto: Ohne Menschen keine Marge. Weitere ähnliche Veranstaltungen sollen in den kommenden Wochen und Monaten folgen. "Wir wollen dem grassierenden Renditewahn Einhalt gebieten", erklärte der zuständige IG-Metall-Vorstand Jürgen Kerner, "ihm weitsichtige Ideen entgegensetzen und Siemens als breit aufgestellten Technologiekonzern erhalten." Um ihre Position zu untermauern, haben die Funktionäre unter dem Arbeitstitel "Siemens 2020" beim unabhängigen IMU-Institut ein Gegenkonzept in Auftrag gegeben. Fazit der Studie: Statt nur auf Kosten und Rendite zu schielen, solle der Vorstand die Vorreiterrolle des Konzerns bei Zukunftstechnologien nutzen und ausbauen.

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