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Siemens Energy: Arbeitnehmer fordern Verzicht auf Kündigungen

Vor dem Börsendebüt von Siemens Energy haben die Arbeitnehmer einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen im neuen Unternehmen gefordert. In der Vergangenheit habe Siemens oft erst spät auf strukturelle Änderungen in der Branche reagiert und dann ein großes Abbauprogramm nach dem anderen verkündet, sagte der Gesamtbetriebsrats-Vorsitzende Robert Kensbock dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). "Hier müssen wir in Zukunft frühzeitiger umsteuern und intelligentere Lösungen finden".

Der Siemens-Ableger wird ab Montag an der Börse gehandelt. Siemens-Energy-Chef Christian Bruch hatte den Investoren vor dem Börsengang weitere Einsparungen in Höhe von 300 Millionen Euro versprochen. Nach Einschätzung der Arbeitnehmer ist dies auch ohne Stellenabbauprogramm möglich. "Wir müssen uns genau die Prozesse ansehen", sagte Kensbock. Bei Siemens Energy spiegelten sich noch die Strukturen des deutlich größeren Siemens-Konzerns wider. "Man muss nun die Strukturen und Prozesse an das kleinere Unternehmen anpassen und deutlich vereinfachen." Dabei können man zum Beispiel Geld bei der Anzahl der IT-Tools sparen. Nach Informationen der Arbeitnehmer gebe es derzeit keine Pläne in der Schublade für einen neuen großen Stellenabbau, sagte Aufsichtsrat Hagen Reimer von der IG Metall. "Da würden wir uns auch dagegen wehren." Siemens hatte zuletzt vor rund drei Jahren im Rahmen eines großen Programms den Abbau von weltweit 6.900 Arbeitsplätzen vor allem in der Kraftwerkssparte angekündigt. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Siemens, über dts Nachrichtenagentur

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