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Simonis und Carstensen: "Heide-Mörder" soll sich bekennen

Kiel - Zehn Jahre nach der spektakulär gescheiterten Wiederwahl der damaligen Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) im Kieler Landtag appellieren Simonis und ihr Amtsnachfolger Peter Harry Carstensen (CDU) an den damaligen Abweichler, sich zu bekennen. "Dieser Person müsste es doch nach zehn Jahren gut tun, sich zu zeigen", sagte Carstensen der "Welt am Sonntag". "Ich fordere diese Person auf, sich zu erkennen zu geben."

Die Tat sei "so unanständig" und "so unmenschlich" gewesen. Simonis erklärte in der "Welt am Sonntag": "Ich würde mich freuen, wenn es mit der Person ein klärendes Gespräch gäbe, gern auch unter vier Augen." Sie sagte auch: "Ich habe gelitten. Sehr." Sie habe mit dieser Person, "die ich im Blick habe, seit dem 17. März 2005 nicht mehr gesprochen". Die langjährige schleswig-holsteinische Regierungschefin fragt sich bis heute, welche Gründe den inzwischen als "Heide-Mörder" betitelten Abweichler bewegt haben, ihr in vier Wahlgängen die Stimme zu verweigern. "Der Mensch, der das getan hat, muss in seiner Seele etwas weggedrückt haben. Dieser Mensch muss Allmachtsgefühle entwickelt haben", so Simonis. Dieser Mensch glaube, er könne alles. "Weil er das nicht ausleben durfte, hat er es auf die harte Tour gezeigt." Es müsse jemand gewesen sein, "der mir mit diesem Verhalten etwas sagen wollte. Er wollte es nur mir allein sagen", meint die Sozialdemokratin. Carstensen hingegen ist der Überzeugung, dass es dem Täter nicht nur um Simonis ging: "Es war mehr als Rache. Da ging es um ungestillte Ambitionen."

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