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Söder gegen Diskussion über Lockerung der Corona-Maßnahmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) lehnt Diskussionen über eine Lockerung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronakrise strikt ab. „Wenn wir jetzt zu schnell über die Rückkehr in den Alltag reden, verharmlosen wir die Situation und riskieren einen starken Rückfall. Das halte ich für nicht verantwortlich“, sagte Söder der „Bild am Sonntag“.

Die Abwägung sei eindeutig: „Da wir ohne diese Maßnahmen laut Experten unzählige Tote mehr und Zustände wie in italienischen Kliniken riskieren würden, sind die Maßnahmen angemessen und verhältnismäßig. Wir müssen jetzt einfach durchhalten.“ Keiner solle sich täuschen, so Söder: „Mit dem 20. April wird nicht alles automatisch so wie vor der Krise. Wir haben bis jetzt allein in Bayern durch unser besonnenes und konsequentes Handeln laut unseren Experten bis zu 25.000 Infektionen mehr verhindert.“ Das solle man nicht „leichtfertig aufs Spiel setzen“. Zugleich sprach sich Söder nicht generell gegen eine Pflicht zum Tragen von Atemschutzmasken aus. „Ich bin kein Gegner der Maskenpflicht, vieles spricht dafür. Wir werden sicher auch zu einem verstärkten Einsatz von Masken kommen.“ Aber es sei „sorglos zu glauben, eine einfache Mundschürze könnte ein gleichwertiger Ersatz für eine Ausgangsbeschränkung oder Kontaktsperre sein“. Ein Tuch oder Schal allein reiche nicht. „Wir brauchen ordentliche Masken.“ Für die bessere Ausstattung mit Schutzmasken bedürfe es „einer nationalen Notfallproduktion“, so Söder. Es sei auf Dauer nicht akzeptabel, „dass wir uns auf dem Weltmarkt gegen die Wildwest-Methoden einiger Länder beim Aufkaufen von Schutzausrüstung zur Wehr setzen müssen“. Das alles „ist ein großer Charaktertest – auch für internationale Beziehungen“, so der CSU-Chef.

Foto: Polizist überwacht Warteschlange vor Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

 

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