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Solarunternehmen Q-Cells meldet Insolvenz an

Solar PanelBitterfeld - Das verschuldete Solarunternehmen Q-Cells geht in die Insolvenz. Ein entsprechender Antrag werden am Dienstag beim zuständigen Amtsgericht Dessau eingereicht, teilte das Unternehmen am Montag mit. Mit diesem Schritt wurde gerechnet, nachdem ein Sanierungskonzept wegen eines ungünstigen Urteils in einem ähnlichen Fall gescheitert sei.

Auch auf staatliche Hilfen könne der Konzern nicht hoffen. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hatte am Sonntag angekündigt, das Land werde zwar alles tun, "dass diese Situation entspannt wird", warnte aber zugleich vor zu hohen Erwartungen. "Der Staat selber kann in dieser Situation finanziell nicht zur Seite stehen", so Haseloff. Der Solarhersteller plane nun nach eigenen Angaben eine Sanierung in Eigenregie unter Gläubigerschutz. Q-Cells beschäftigte zuletzt fast 2.200 Mitarbeiter, ein Großteil von ihnen in der früheren Braunkohle-Region Bitterfeld. Mit Q-Cells verzeichnet die Branche nach Solarhybrid, Solar Millennium und Solon die viertgrößte Pleite. Die Unternehmen leiden unter Subventionskürzungen und einem großen Preisverfall, der auch auf starke Konkurrenz aus China zurückgeht. Vergangenes Jahr hatte Q-Cells einen Verlust von 846 Millionen Euro ausgewiesen, der Umsatz war um ein Viertel auf rund eine Milliarde Euro eingebrochen.

Solartitel nach Kürzungsbeschluss schwächer

Die schwarz-gelbe Koalition hatte sich im März auf die Kürzung der Solarförderung geeinigt. Neben Q-Cells und kamen auch von Centrotherm düstere Prognosen, was beide Titel erneut stark unter Druck setzte.

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