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Soziologe Nassehi: CDU kann nicht mit Religion punkten

Die CDU wird in der Auseinandersetzung mit der AfD nach Ansicht des Religionssoziologen Armin Nassehi nicht dadurch Erfolg haben, dass sie sich stärker zum christlichen Glauben bekennt. Ein offenes Bekenntnis zum Glauben in der politischen Rede habe „sich in Deutschland niemals etabliert“, sagte Nassehi der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“. Wenn sich Christen als die „großen moralischen Spieler gegen die Rechtspopulisten“ positionierten, sei das eher „Wasser auf die Mühlen der üblichen Elitenkritiker“.

Als Beispiel nannte er Altbundespräsident Joachim Gauck. Er trete wie „ein Chefsprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland auf, sowohl vom Habitus als auch inhaltlich: Wie jemand, der die Moral so sehr mit Löffeln gefressen hat, dass er allen anderen sagen kann, sie seien Dunkeldeutschland“, sagte Nassehi. Da AfD-Anhänger auch die Kirchen als elitäre Institutionen betrachteten, führe der „Margot-Käßmann- oder Gauck-Moralismus“ dazu, dass sich viele Sympathisanten der Rechtspopulisten in ihrer Position nur noch bestätigt fühlten.

Foto: CDU-Parteizentrale, über dts Nachrichtenagentur

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