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SPD-Chefin skeptisch bei Beschluss der CDU-Frauenquote

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken ist skeptisch, dass die von der CDU-Spitze auf den Weg gebrachte stufenweise Einführung einer verbindlichen Frauenquote auf dem CDU-Parteitag im Dezember wirklich beschlossen wird. „Ich würde es begrüßen, sollte sich die CDU tatsächlich zu einer verbindlichen Frauenquote durchringen“, sagte Esken den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). „Was für Sozialdemokratinnen fast schon eine Selbstverständlichkeit ist, könnte nun auch in der CDU umgesetzt werden.“

Allerdings scheine der aktuelle Vorschlag der zuständigen CDU-Kommission nur eine unverbindliche Regelung zu sein und keine Verpflichtung. „Es bleibt abzuwarten, ob der neue Parteivorsitzende aus der rein männlichen Kandidatenriege der CDU diesen Vorschlag auf dem Parteitag aufgreift“, sagte Esken, die seit Ende 2019 gemeinsam mit Norbert Walter-Borjans die SPD in einer Doppelspitze führt. Für den CDU-Vorsitz bewerben sich nach jetzigem Stand der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der frühere Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Nach einer Empfehlung der zuständigen CDU-Satzungskommission soll es in der Partei stufenweise bis 2025 einen verbindlichen Frauenanteil von 50 Prozent für Parteiämter ab Kreisebene geben. Dem muss der Parteitag Anfang Dezember in Stuttgart noch zustimmen.

Foto: Wahlurne auf CDU-Parteitag, über dts Nachrichtenagentur

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