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SPD-Chefin wirbt für Corona-Warn-App

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat sich für die Einführung einer Corona-Tracking-App gegen die Ausbreitung des Virus im Rahmen des europäischen App-Projekts PEPP-PT ausgesprochen. „Den Weg der PEPP-PT-Initiative, die Datenschutz und Privatheit auf technischem Weg sicherstellt, halte ich durchaus für gangbar und auch nützlich“, sagte Esken dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). Dabei müsse aber sichergestellt sein, „dass sowohl die Installation der App als auch die Preisgabe der anonymen Kontaktdaten im Fall einer Infektion nur auf freiwilliger Basis“ erfolgen dürfe, so die SPD-Chefin weiter.

Nachdem die Daten für die Push-Mitteilung an Kontaktpersonen genutzt worden seien, müssten diese sofort gelöscht werden, denn dann hätten sie ihren Zweck erfüllt. „Auch der App könnte man abverlangen, dass sie sich nach Erlangen der Immunität selbst deinstalliert“, sagte Esken. Eine weitere Nutzung der Daten durch staatliche Stellen lehnte sie genauso ab, wie Überlegungen, bei den Bürgern mit speziellen Anreizen für den Einsatz der App zu werben. „Wer hier beispielsweise einen erleichterten Zugang zu Corona-Tests für App-Nutzer fordert, erweist dem Vertrauen der Bevölkerung in die Vorgehensweise einen Bärendienst“, so die SPD-Politikerin weiter. Das gemeinsame Ziel müsse doch sein, „die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, damit eine gute Behandlung schwerer Verläufe in unseren Kliniken geleistet werden kann“, sagte Esken dem „Handelsblatt“.

Foto: Smartphone-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur

 

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