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SPD fordert Deutsche Bank-Aufsichtsratchef zum Handeln auf

Frankfurt/Main – In der Steueraffäre der Deutschen Bank hat der Chefhaushälter der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, den Aufsichtsratsvorsitzenden des Kreditinstituts, Paul Achleitner, zum Handeln aufgefordert. „Die handfesten Vorwürfe müssen jetzt zügig und umfassend aufgeklärt werden“, sagte Schneider „Handelsblatt-Online“. Deshalb solle der Aufsichtsratsvorsitzende die Aufklärung intern zu seiner Chefsache machen und daneben „sicherstellen, dass der Vorstand mit der Justiz kooperiert.“

An einem beschädigten Vorstand könne der Aufsichtsrat kein Interesse haben. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt führt seit dem Frühjahr 2010 Ermittlungen gegen einzelne Personen wegen des Verdachts der Umsatzsteuerhinterziehung beim Handel mit CO2-Emissionszertifikaten. Es laufen Untersuchungen gegen 23 Mitarbeiter wegen Geldwäsche und versuchter Strafvereitelung. Am Mittwoch vergangener Woche war Deutschlands größtes Geldhaus durchsucht worden. Ermittelt wird in diesem Zusammenhang auch gegen die beiden Vorstandsmitglieder der Deutschen Bank Jürgen Fitschen und Stefan Krause, weil sie die Umsatzsteuer-Erklärung 2009 der Bank unterschrieben hatten. Diese Erklärung sei laut Angaben der Bank bereits vor längerer Zeit freiwillig korrigiert worden. Fitschen zeigte sich derweil „erschüttert“ von den Vorwürfen. Er sei sicher, dass sich diese als unbegründet erweisen werden.

Foto: Deutsche Bank, dts Nachrichtenagentur

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