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SPD will Gehaltsdeckel für Commerzbank-Manager

Berlin – Manfred Zöllmer, Finanzexperte der SPD im Bundestag, hat den Vorstoß der Grünen begrüßt, die Gehälter bei der Commerzbank auf 500.000 Euro zu deckeln. „Die SPD stützt dieses Vorhaben“, sagte Zöllmer dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Zuvor hatte die Bundestagsfraktion der Grünen einen Antrag beschlossen, der die Regierung dazu auffordert, wieder einen Gehaltsdeckel von 500.000 Euro im Jahr bei der Commerzbank einzuführen und die Abfindung für ausscheidende Vorstände zu kürzen.

„Ich habe den Eindruck, dass sich viele Bank-Manager noch in einer falschen Umlaufbahn befinden. Die Zeit der Gehaltsexzesse sollte ein für alle Mal vorbei sein“, sagte Zöllmer. Hintergrund des Vorstoßes ist die geplante Abberufung zweier Commerzbank-Manager. Ihnen steht bei einem vorzeitigen Abschied eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresgehältern zu. Da die Bank im Jahr 2011 mehr als die Hälfte ihrer Staatshilfen zurü;ckgezahlt hatte, entfielen 2012 die Gehaltsdeckel. Die Folge: Die beiden Manager verdienten inklusive Boni 1,2 Millionen beziehungsweise 1,3 Millionen Euro. Deshalb dürfte die ihnen zustehende Abschiedszahlung bei mehr als zwei Millionen Euro liegen. Die Regel, dass die Gehaltsdeckel nach Rückzahlung der Hälfte der Staatshilfen wegfallen, hatten die Regierungsparteien 2010 beschlossen. Nicht nur die Grünen bezeichnen das in ihrem Antrag nun als Fehler: Die SPD habe sich seinerzeit dagegen ausgesprochen, die Deckelung der Vorstandsgehälter aufzuheben, sagte Zöllmer. Jetzt müsse die Koalition sehen, dass sie da ein Fass aufgemacht habe.

Foto: Commerzbank, über dts Nachrichtenagentur

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