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Sportwettenanbieter bwin vor Übernahme? Die Börse glaubt daran

SportereignisDer österreichisch-britische Anbieter für Sportwetten bwin steht offenbar kurz vor einer Übernahme durch einen Konkurrenten. Dies geht aus zahlreichen Berichten aus der Branche sowie Pressemitteilungen auf www.bwinparty.com hervor. Dabei bemühen sich mit der GVC Holdings PLC und der 888 Holdings PLC gleich zwei namhafte Wettanbieter um die Übernahme. Natürlich stellt sich hier die Frage, ob eines der Angebote letztlich für die Entscheidungsträger bei bwin akzeptabel ausfällt. Die Börse scheint daran zu glauben, denn der Aktienkurs von bwin bewegt sich seit mehr als 2 Wochen auf einem sehr hohen Niveau. Nachfolgend werden die wichtigsten Hintergründe noch einmal übersichtlich dargelegt.

Bwin – eigentlich eine Erfolgsgeschichte

Ein Blick zurück in die Jahre seit der Gründung von bwin (damals noch BETandWIN) im Jahr 1997 zeigen sehr eindeutig, dass das Unternehmen eigentlich über lange Jahre in der Erfolgsspur fuhr. Den Höhepunkt dieser Entwicklung markierte laut www.sportwettenanbieter.info das Jahr 2011, in dem bwin mit dem britischen Konzern PartyGaming PLC fusionierte. Seit 2012 hat das Unternehmen jedoch mit verschiedenen Problemen zu kämpfen:
Zeitpunkt Ereignis
1. Quartal 2013 Rückgang der aktiven Spieler von 26 auf 20 Millionen. Umsatzeinbruch um 17%.
2013 (gesamtes Jahr) Bann von Zockerseiten aus Griechenland, Rückzug aus nicht regulierten Märkten
2013 (gesamtes Jahr) Einführung von Wettsteuern in Deutschland.
2013 (gesamtes Jahr) Umsatzeinbruch von 801 Millionen Euro auf 652 Millionen Euro.
2014 (gesamtes Jahr) Abrutschen in die Verlustzone (über 90 Millionen Euro Jahresverlust)
Tabelle 1: Probleme und Entscheidungen beim Sportwetten-Anbieter bwin, Quellen: www.wirtschaftsblatt.at und www.derstandard.at Auch wenn der Konsolidierungskurs von bwin durchaus konsequent verfolgt wird, haben die schlechten Geschäftszahlen offenbar die Notwendigkeit einer Fusion oder eines Kaufs aufkommen lassen. Gerade das Abrutschen in die Verlustzone im Jahr 2014 trotz eines sportlichen Großereignisses (Fußball WM 2014 in Brasilien) dürfte auch Investoren zumindest besorgt haben.

An der Börse wird die Bieterschlacht gefeiert

Während noch nicht einmal feststeht, ob letztlich ein Kauf von bwin zustande kommt, haben die Anleger bereits ein Kursfeuerwerk eingeleitet. Nach ersten konkreten Verlautbarungen über eine eventuelle Übernahme durch die GVC Holdings oder die 888 Holdings stieg die bwin-Aktie innerhalb von wenigen Tagen von unter 1,20 Euro auf einen zwischenzeitlichen Höchststand von 1,51 Euro. Aktuell hält sich das Papier auf hohem Niveau, wobei es natürlich auch vom Bieterwettstreit abhängen dürfte, ob der Kurs noch weiter steigt.

bwin Aktie profitiert

Die Übernahmeverhandlungen zwischen bwin und den beiden Bietern 888 Holdings PLC und GVC Holdings PLC (in Kooperation mit Amaya Gaming) haben der Aktie von bwin einen ordentlichen Schub verpasst. Die Börsianer glauben offenbar daran, dass die Übernahme letztlich auch zustande kommt. Je länger die Bieterschlacht dauern wird und je besser die Angebote ausfallen, desto höher könnte letztlich die bwin-Aktie noch steigen. Man darf gespannt sein, wie sich diese Angelegenheit entwickelt – den Aktionären von bwin stehen sicherlich noch einige interessante Tage bevor.

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