Lieferdienste: Restaurants kommen vermehrt zum Kunden

Lieferdienste: Restaurants kommen vermehrt zum Kunden

Sie fallen in Frankfurt auf, die Fahrradfahrer, die einheitlich gekleidet sind, gleiches Shirt, gleichfarbiger Helm und auf dem Gepäckträger eine Box, mit der Aufschrift des Lieferservice. Die Unternehmen wie Foodora oder Deliveroo werben damit, Essen in Premium-Qualität zu liefern.

Der Geschmackstest

In Frankfurts Innenstadt stechen die Fahrradkuriere aus der Menge heraus, mit ihren magentafarbenen Transportboxen oder schwarzen Rucksäcken, wie sie in den Restaurants Essen abholen und im Anschluss durch die Straßen flitzen. Es ist nichts Neues sich eine Mahlzeit nach Hause liefern zu lassen – doch das es aus einem Restaurant kommt, dass eigentlich keinen Lieferservice anbietet, das ist doch eher ungewöhnlich.

Die Radler, die mit den pinkfarbenen Boxen ausgestattet sind, stammen von Foodora. Das Unternehmen ist mit einem anspruchsvollen Ziel auf dem Markt angetreten: Es soll endlich ermöglicht werden, dass gelieferte Mahlzeiten eine gute Qualität aufweisen. Das heißt, kein verkochtes Gemüse, kein zähes Fleisch und keine Pizza mit einem schwabbeligen Boden – eben so wie es von vielen Lieferdiensten bekannt ist. Die Fahrradkuriere sind seit 2014 in Frankfurt unterwegs und führen zu Beginn noch unter dem Namen „Volo“.

Das Konzept, das dahinter steckt ist simpel: Ein jeder der keine Zeit oder Lust hat, vor die Tür zu gehen, aber dennoch gern sein Sushi oder seine Pizza aus dem Lieblingsrestaurant haben möchte, der bestellt über die Webseite des Fahrrad-Lieferservice sein Wunschgericht. Von dem Unternehmen wird dann die Auslieferung übernommen.

Ein eigener Lieferservice ist teuer

Viele Restaurants bieten keinen eigenen Lieferservice an, wie Dean and David. Das Restaurant an der Mainzer Landstraße, das gesundes Essen wie Sandwiches, Vegetarische Gerichte und vieles mehr anbietet, hat keinen eigenen Lieferservice, wie so manches Restaurant in Frankfurt. Das hat zum einen damit zu tun, dass es sich nicht lohnt einen eigenen Lieferservice auf die Beine zu stellen und für andere ist es einfach kein Thema. Doch durch die Kooperation mit einem Lieferservice besteht die Möglichkeit, Kunden in Frankfurt zu erreichen und das ohne selbst ein unternehmerisches Risiko einzugehen.

Vor allem sind die Restaurant-Besitzer von einem Punkt überzeugt: Foodora übernimmt die gesamte Logistik der Auslieferung. Das ist vor allem für kleinere Restaurants lohnenswert, da es sich für sie nicht lohnt einen eigenen Lieferservice auf die Beine zu stellen. Aus diesem Grund sind sie nicht auf den Seiten wie Pizza.de oder Lieferando.de vertreten. Genau in diese Marktlücke stoßen die Fahrrad Lieferservices wie Foodora & Co.

Das Geschäftsmodell ist simpel und ebenso die Bestellung. Der Kunde gibt seine Postleitzahl ein und die Webseite zeigt alle Restaurants auf, die in diesem Gebiet den Lieferservice anbieten.

Das Ende der Lieferdienste ist nicht in Sicht

Nicht nur in Frankfurt dürfte Foodora mittlerweile bekannt sein, sondern auch in vielen anderen deutschen Großstädten. An der Plakatwerbung kommt niemand vorbei und zudem machen die Fahrer, die überall zu sehen sind, zusätzlich Werbung für das Unternehmen. Waren es zu Beginn nur Restaurants, die von Foodora als Lieferservice profitierten, so ist es seit März dieses Jahres möglich, sich Fast Food von McDonalds nach Hause liefern zu lassen.

Mittlerweile ist Foodora nicht nur in Frankfurt und dem Hauptsitz München tätig sondern in 17 weiteren Städten Deutschland und bietet seinen Service für 2200 Restaurants an. Der Wettbewerb ist jedoch groß und die Konkurrenz schläft nicht.

Es ist schwer, zu sagen, doch das Internet-Zeitalter unserer modernen Liefergesellschaft, in der sich jeder alles rund um die Uhr gern nach Hause liefern lässt oder ins Büro, scheint ein Ende der Lieferdienste nicht in Sicht zu sein. Eben davon profitieren nicht nur die Lieferdienste wie Foodora & Co., sondern auch die kleinen Restaurants und Fast Food Restaurants, für die sich ein eigener Lieferservice nicht rechnet – aber dennoch können Sie so Ihre Kunden draußen in Frankfurt erreichen.

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