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Stifterverband: Bessere Finanzierung von Universitäten „nationale Aufgabe“

Berlin – Andreas Barner, der neue Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, hält eine bessere Finanzierung der deutschen Hochschulen für „eine nationale Aufgabe“. Dies sagte der 60-Jährige dem „Manager Magazin“ (Erstverkaufstag: 21. Juni). Für eine bessere Ausstattung der Universitäten schlägt Barner, der im Hauptberuf den Pharmakonzern Boehringer Ingelheim leitet, eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um einen Prozentpunkt vor.

Dies brächte jährlich rund acht Milliarden Euro mehr in die Kasse des Bundes – sodass, wie Barner fordert, das Gesamtbudget der Hochschulen jedes Jahr um fünf Prozent steigen könnte. „Die nachhaltige Hochschulfinanzierung ist so wichtig, da muss man auch zu großen Sprüngen bereit sein“, sagte er. Zuvor, räumt Barner ein, müsste freilich das Grundgesetz geändert werden. Das verbietet derzeit direkte, unbefristete Mittelzuweisungen des Bundes an die Universitäten. Die Aufhebung dieses Verbots wäre jedoch für Barner „eine kluge Idee“. Der unabhängige, vom Bundespräsidenten eingesetzte Wissenschaftsrat erarbeitet derzeit einen Vorschlag für diese Grundgesetzänderung nach der Empfehlung einer Arbeitsgruppe, bei der Barner mitgewirkt hatte. Im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft haben sich rund 3.000 Einzelstiftungen, Unternehmen und Privatpersonen zusammengeschlossen. Die Organisation versteht sich als Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

Foto: Bücher in einer Bibliothek, über dts Nachrichtenagentur

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