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Studie: Jeder fünfte Online-Schnäppchenjäger fällt auf gefälschte Waren herein

San Francisco – Die Weihnachts-Shoppingsaison 2012 steht vor der Tür, und MarkMonitor®, der weltweite Marktführer im Bereich Markenschutz und Teil von Thomson Reuters, hat heute seine neueste Studie veröffentlicht, in der E-Commerce und gefälschte Waren untersucht werden. Mit dem Schwerpunkt auf den Bereichen Bekleidung und Luxuswaren ergab der MarkMonitor Shopping Report, dass einer von fünf Schnäppchenjägern in den USA und in Europa beim Suchen nach Angeboten online irrtümlich auf E-Commerce-Seiten einkaufte, die gefälschte Waren verkauften. Die Kunden, die auf der Suche nach Angeboten waren, überwogen mit einem Verhältnis von 20 zu 1 deutlichen diejenigen, die auf der Suche nach Fälschungen waren.

„Cyber Monday steht schon vor der Tür, und Verbraucher in allen Marktsegmenten müssen beim Online-Shoppen auf der Hut sein.“

MarkMonitor setzte proprietäre Technologie ein, um Muster beim Online-Shopping zu erforschen, und arbeitete zusammen mit Nielsen, einem führenden globalen Anbieter von Informationen und Einblicken zu dem, was Verbraucher sich ansehen und kaufen, um über einen Zeitraum von neun Monaten anonymisierte Daten von Nielsens zugelassenen Online-Teilnehmern in sechs Ländern zu analysieren. Fast fünf Millionen Shopping-Sessions wurden während des Studienzeitraums untersucht, um ihre Beweggründe zu ermitteln, mit Schwerpunkt auf den von den Shoppern verwendeten Suchbegriffen wie „Fälschung“, „Replik“, „billig“ oder „Rabatt“. Etwa einer von fünf Schnäppchenjägern in den USA und in Europa (das heißt diejenigen, die nach Begriffen wie billig, Rabatt, oder Outlet) suchten, landeten auf Seiten, die gefälschte Handelswaren verkauften. Die Erfolgsraten – definiert als etwas in den Einkaufskorb legen – für diese Besuche von Seiten waren höher als die bei Besuchen auf Seiten, die legitime Handelswaren verkauften.

„Verbraucher werden von skrupellosen E-Commerce-Seiten hereingelegt, sodass Marken Geschäfte verlieren. Die Ergebnisse unseres Shopping-Reports unterstreichen, wie wichtig es im digitalen Zeitalter ist, proaktive Strategien zum Schutz von Marken zu entwickeln“, sagte Fredrick Felman, Chief Marketing Officer bei MarkMonitor.

Außerdem untersuchte der MarkMonitor Shopping Report mehrere demografische Faktoren – darunter Alter, Einkommen, Bildungsniveau und Größe des Haushalts – und kam zu dem Schluss, dass es zwischen Online-Verbrauchern, die nach gefälschten Waren suchen und solchen, die einfach nur Schnäppchenjäger auf der Suche nach legitimen Waren sind, allenfalls minimale demografische Unterschiede gibt. Beispielsweise hat unter den US-Verbrauchern jeweils ungefähr ein Viertel der Online-Shopper nach legitimen Markenartikeln (26 Prozent) und von denen, die gefälschte Artikel shoppen (26 Prozent), einen vierjährigen Hochschulabschluss oder mehr. Etwa 37 Prozent der US-amerikanischen Kunden, die legitime Artikel suchen, haben ein jährliches Einkommen von weniger als 50.000 US-Dollar; von den US-amerikanischen Shoppern gefälschter Waren verdienen 38 Prozent jährlich weniger als 50.000 US-Dollar. In den europäischen Ländern liegt der Prozentsatz der Verbraucher, die jährlich mehr als 54.000 Euro verdienen, bei Shoppern legitimer und gefälschter Artikel jeweils gleich hoch (17 Prozent).

„Diese Ergebnisse stellen die allgemeine Annahme wirklich infrage, dass sich Konsumenten, die gefälschte Artikel kaufen, von denjenigen deutlich unterscheiden, die echte Artikel kaufen“, sagte Eric Solomon, Senior Vice President für globale digitale Quotenmessung bei Nielsen. „Cyber Monday steht schon vor der Tür, und Verbraucher in allen Marktsegmenten müssen beim Online-Shoppen auf der Hut sein.“

Durch die Preisgebung wirken viele gefälschten Waren wie legitime Verkaufsartikel, häufig mit Rabatten von 25-50 Prozent billiger als der legitime Listenpreis, was mit Verkaufspreisen zum Saisonende oder bei Schlussverkäufen vergleichbar ist. Mit diesen glaubwürdigen Preisen können Schnäppchenjäger das Gefühl bekommen, dass sie ein gutes Angebot für legitime Waren bekommen, besonders in Verbindung mit der wachsenden Tendenz betrügerischer Seiten, die aktuelle Marketingkampagnen und Fotos von Marken zu zeigen.

„Die Weihnachtsgeschäft rückt näher, und die Marketingleute wollen Rendite und Umsätze unbedingt maximieren. Die einzigartigen Methoden wurden gemeinsam mit Nielsen entwickelt, um Marken mit neuen Einblicken in die Nachfrage nach ihren Produkten und Services zu unterstützen“, schloss Felman. „Durch die Integrierung von Nielsens anonymisierten, zugelassenen Paneldaten in Informationen zu betrügerischen Seiten und Traffic können wir einzigartige Perspektiven zu Shopping-Patterns von Verbrauchern auf alternativen E-Commerce-Kanälen bieten und Marken dabei unterstützen, den Traffic und die Umsätze wieder hereinzuholen, für die diese Konsumenten stehen.“

Methoden und Verfügbarkeit

In der Studie, die zwischen Juli 2011 und März 2012 durchgeführt wurde, wurden die Beziehungen zwischen Online-Shoppern, den von ihnen verwendeten Suchbegriffen und den Seiten analysiert, die sie auf der Suche nach Bekleidung und Luxusgütern besuchen. Unter Verwendung anonymisierter Paneldaten und Stichwortsuchen prüften die Analysten von MarkMonitor eingehend den Traffic auf von den Teilnehmern besuchten Seiten, darunter 1.000 Websites mit legitimen Artikeln und 8.000 von MarkMonitor als Verkäufer gefälschter Artikel ermittelte Seiten. Die Analysten teilten die Verbraucher danach ein, ob sie Seiten mit gefälschten Artikeln besuchten, sowie auch danach, ob sich ihre Stichwortsuchen auf Schnäppchen oder auf Fälschungen bezogen. Die zugelassenen Teilnehmer von Nielsen kamen aus Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, der Schweiz, Großbritannien und den USA.

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