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Studie: Manager der Bergbauindustrie besorgt über wirtschaftliche Turbulenzen

Brüssel – Einer von BDO veröffentlichten Studie zufolge nennen internationale Bergbaumanager globale wirtschaftliche Turbulenzen als das größte Risiko für ihre Betriebstätigkeiten im Jahr 2013. Bei der Umfrage wurden 130 Vorstandsmitglieder und gehobene Finanzmanager von Bergbauunternehmen aus den USA, Südafrika, Großbritannien, Australien und Kanada gebeten, sich zu ihren internationalen Expansionsplänen und Investitionsprioritäten zu äußern.

„Eine Expansion ohne eine angemessene Handhabung der finanziellen Risiken kann aber den Erfolg eines Unternehmens ebenfalls ernsthaft gefährden. Während Länder in aller Welt neue Steuergesetze und Vorgaben für Lizenzgebühren in Erwägung ziehen, ist es wichtig, das Risiko und den Nutzen einer betrieblichen Expansion zu beurteilen.“

Aufgrund von Sorgen um globale Wirtschaftsturbulenzen schätzen Bergbaumanager ihre Fähigkeit, im Jahr 2013 auf Kapitalmittel und Darlehen zuzugreifen, unterschiedlich ein. Während 37 Prozent der Auffassung sind, dass 2013 wie 2012 sein wird, erwarten 31 Prozent eine Verbesserung des Zugangs zu Kapital und Darlehen, während 32 mit einer Verschlechterung rechnen. Die Stimmungslage war in allen Ländern ähnlich.

Nach „globalen Wirtschaftsturbulenzen“ (44 Prozent) sind „umweltrechtliche und regulatorische Angelegenheiten“ sowie „geopolitische Unruhen“ mit jeweils 18 Prozent die meistgenannten Sorgen von Führungskräften. US-Manager führen jedoch „umweltrechtliche und regulatorische Angelegenheiten“ als ihre Hauptsorge an. Dies war absehbar, da die US-Regierung neue umweltrechtliche und regulatorische Initiativen in Erwägung zieht. Diese zielen auf Gesetze, die teilweise seit 1872 nicht mehr aktualisiert worden sind.

„Während die meisten Rohstoffpreise nahe Rekordniveaus verharren, wirken sich makroökonomische Faktoren in aller Welt weiterhin auf die Bergbaubranche insgesamt aus“, sagte Charles Dewhurst, Global National Resources Leader. „Während Bergbauunternehmen auf das Auf und Ab der Rohstoffpreise reagieren, sollten sie nicht aus den Augen verlieren, dass auch andere Risiken, darunter zum Beispiel die hohen Kosten von Infrastruktur, geopolitische Unruhen und regulatorische Angelegenheiten, die Rentabilität und langfristige Wirtschaftlichkeit ihrer Betriebstätigkeiten in Frage stellen.“

Um ihren Unternehmen zu Wachstum zu verhelfen, planen 40 Prozent der Führungskräfte eine Ausweitung ihrer Geschäfte durch internationale Expansion, gefolgt von Expansionsbemühungen im Inland (27 Prozent) sowie Fusionen und Übernahmen (23 Prozent). Angesichts der begrenzten Ressourcen im eigenen Land sind britische Unternehmen am meisten auf internationale Expansion ausgerichtet und 71 Prozent suchen im Auslang nach Gelegenheiten. Die USA weichen vom Gesamttrend ab und 25 Prozent der dortigen Unternehmen nennen Forschung und Entwicklung als ihre bevorzugte Wachstumsstrategie, verglichen mit einem Durchschnitt von lediglich 10 Prozent in allen untersuchten Ländern.

Auslandsexpansion am Horizont

Insgesamt unterhalten 76 Prozent der befragten Bergbaumanager derzeit internationale Betriebstätigkeiten und weitere 5 Prozent planen eine internationale Expansion innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate. Die Befragten nennen Afrika (32 Prozent) als ihr wichtigstes Expansionsziel, gefolgt von Nordamerika (23 Prozent) und Lateinamerika (17 Prozent). Während es allen Ländern einige Binnenexpansionsaktivitäten gibt, sind die Beweggründe für internationale Entwicklungen interessanterweise von Land zu Land unterschiedlich.

Südafrikanische Unternehmen sind zum Beispiel im Jahr 2013 ausschließlich an weiteren Expansionen innerhalb Afrikas interessiert, während kanadische Unternehmen (56 Prozent) Nordamerika für eine entscheidende Komponente ihrer Expansionsbemühungen halten. Dies legt nahe, dass eine weitreichende geografische Ausbreitung eine Schwierigkeit für Bergbauunternehmen darstellt. Ein Drittel (33 Prozent) aller US-amerikanischen Führungskräfte suchen weitere Entwicklungsgelegenheiten in Lateinamerika. Dies ist nahezu das Doppelte des Umfragedurchschnitts von 17 Prozent.

„Die internationale Expansionsfähigkeit eines Unternehmens wird ein Wettbewerbsvorteil sein, wenn der Abbau von Ressourcen weltweit immer schwieriger wird“, sagte Dewhurst. „Eine Expansion ohne eine angemessene Handhabung der finanziellen Risiken kann aber den Erfolg eines Unternehmens ebenfalls ernsthaft gefährden. Während Länder in aller Welt neue Steuergesetze und Vorgaben für Lizenzgebühren in Erwägung ziehen, ist es wichtig, das Risiko und den Nutzen einer betrieblichen Expansion zu beurteilen.“

Bergbaumanager nutzen verschiedene taktische Ansätze, um einen Auslandsmarkt zu betreten. Dazu gehören Joint Ventures mit einheimischen Unternehmen (39 Prozent), Übernahmen im Zielland (31 Prozent) und der Aufbau unabhängiger Betriebstätigkeiten (24 Prozent). Während sich ihre Strategien für das Betreten eines Auslandsmarktes unterscheiden, gibt es Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel: Unternehmen aus Südafrika (36 Prozent), den USA (50 Prozent) und Australien (48 Prozent) bevorzugen Partnerschaften, während Unternehmen aus Kanada (40 Prozent) und Großbritannien (44 Prozent) lieber ein Unternehmen in ihrer Zielregion übernehmen.

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