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Studie: Mehrheit spürt Preisminderung durch Mehrwertsteuersenkung

Knapp vier Monate nach der coronabedingten Absenkung der Mehrwertsteuer spürt die Mehrheit der Verbraucher in Deutschland den geringeren Steuersatz anhand niedrigerer Preise. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die das Nachrichtenportal T-Online berichtet. Einer Umfrage des IW zufolge sagten 54 Prozent der rund 1.200 Befragten, sie hätten wahrgenommen, "dass die Unternehmen die Preise in Folge der Mehrwertsteuersenkung reduziert haben".

Mit "teils, teils" antwortete ein gutes Drittel, nicht aufgefallen sind die Preissenkungen rund 14 Prozent der Befragten. "Die Verbraucher nehmen wahr, dass viele Dinge günstiger geworden sind", sagte IW-–konom Martin Beznoska T-Online. "Allein dadurch hatte die Steuersenkung einen positiven Impuls." Selbst wenn die gesparten Beträge nur gering seien, ergebe sich ein "wertvoller psychologischer Effekt" in der Krise. Wie sehr sich die geringere Steuer auf den tatsächlichen Konsum durchschlage, lasse sich abschließend erst nach Auslaufen der Konjunkturmaßnahme sagen. "Aktuell ist der Konsumeffekt noch relativ gering", so Beznoska. Elf Prozent der Befragten gaben an, Ausgaben getätigt zu haben, die sie sich ohne Senkung der Steuer gespart hätten. Wiederum zwölf Prozent der Teilnehmer sagten, sie planten Anschaffungen vorzuziehen. "Auffällig ist: Viele Menschen wollen eher teure Dinge kaufen, oder haben bereits zugeschlagen", sagte Beznoska. "Wenn allein zehn Prozent der deutschen Haushalte durch die Steuersenkung zusätzlich 1.000 Euro ausgäben, entspräche das Konsumausgaben von vier Milliarden Euro." (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

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