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Süddeutsche zeigt, wie moderne Zeitung funktioniert

Das Thema Zeitungen und speziell Tageszeitungen beschäftigt ja gerade jetzt wieder die Gemüter. Die Ereignisse rund um Frankfurter Rundschau oder Financial Time Deutschland, die in zwei Tagen zum letzten Mal erscheinen wird, haben einige Diskussionen ausgelöst, wie denn die Zukunft der Zeitungswirtschaft aussehen könnte. Während viele, vor allem jüngere Menschen heute auf dem Standpunkt stehen, dass Tageszeitungen wirklich überflüssig seien, ist doch der größte Teil der der Bevölkerung der Meinung, dass Zeitungen zu einem normalen Leben gehören und Ausdruck der Medienvielfalt einer Gesellschaft sind. Die Welt wäre um vieles ärmer, gäbe es nur noch elektronischen Medienkonsum. Vielmehr geht es heute darum, eine gesunde Mischung aus Print- und Onlinebereich zu finden. Hier sind die Zeitungsverlage ziemlich ins Hintertreffen geraten.

Stabile Zahlen bei der Süddeutschen Zeitung

Wie in unserem kürzlich erschienenen Magazinbeitrag deutlich wurde, rechneten viele Zeitungsverlage fälschlicherweise damit, dass sich das Interesse der Leser lediglich von der Printausgabe zur digitalen wenden würde. Aufgrund der Vielfalt der aktuellen Angebote, die man heute auf unzähligen Portalen findet, ist dies allerdings der falsche Ansatz gewesen. Es gibt allerdings auch Ausnahmen, zu denen die Süddeutsche Zeitung aus München zählen dürfte. Den Machern der größten überregionalen Abonnement-Tageszeitung Deutschlands ist es gelungen, zum Einen ihre Printauflagen und die Zahl der Abonnenten innerhalb der letzten 15 Jahre mit kleinen Schwankungen stabil zu halten und gleichzeitig mit der Süddeutschen als ePaper den zweiten Platz hinter der Bildzeitung zu belegen. Immerhin lesen fast 14.000 Menschen die elektronische Ausgabe des Blattes.

Süddeutsche.de – mehr als die Online-Ausgabe der Printversion

Zudem gelang es, das Online Portal des Blattes zu einem beliebten Informationsportal zu entwickeln. Immer mehr User nutzen mittlerweile die Gelegenheit, sich auf sueddeutsche.de über aktuelle Nachrichten zu informieren. Der Internetauftritt, der im Dezember 2006 online ging, bietet einen umfassenden Nachrichtenüberblick, wobei auch ein Newsticker in Echtzeit über aktuelle Meldungen aus der in Politik und Wirtschaft informiert. Die Informationen, die auf dem Webauftritt der Zeitung geboten werden, stammen zum Teil aus der Printausgabe der SZ, aus Agenturmeldungen, zum großen Teil aber auch aus der Feder der eigenen Redaktion von Süddeutsche.de. Natürlich spielen auch hier die Stärken, die das Blatt aus München auszeichnen eine besondere Rolle. Wie in der Printausgabe, macht es die ausgewogene Mischung aus aktueller Berichterstattung, einem großen Augenmerk auf Kultur, sowie gut recherchierten Magazinbeiträgen. Ein Beleg für die Beliebtheit des Portals dürften die Besucherzahlen sein, die bei monatlich mehr als 35 Millionen liegen, die rund 180 Millionen Seiten abrufen.

Der Süddeutschen Zeitung ist es gelungen, viele Kanäle so zu bündeln, dass ein umfassendes Informationsangebot entsteht, welches alle Altersgruppen anzusprechen scheint. Zahlreiche Beilagen, Magazine und Online-Publikationen, sowie ein umfassendes Archiv runden das Angebot ab. Beispiel hierfür ist die Jugend-Internetseite der SZ „jetzt.de“ in der unter anderem auch regelmäßig Blogger zu Wort kommen, deren Tätigkeit mit einem Stipendium honoriert wird oder das Angebot School-Scout.de, in dem Lehrer, Eltern und Schüler aufbereitetes Material für den Unterricht finden können.

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