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SYGNIS veröffentlicht Geschäftszahlen für das Jahr 2012

Heidelberg – Die SYGNIS Pharma AG (Frankfurt: LIO1; ISIN: DE000A1RFM03; Prime Standard) veröffentlichte heute die Ergebnisse für das am 31. Dezember 2012 abgelaufene Geschäftsjahr. Im Rahmen des umgekehrten Unternehmenserwerbs der X-Pol Biotech war es zu einer Änderung des Geschäftsjahres gekommen. Aufgrund des Zusammenschlusses sind im Konzernabschluss der neuen SYGNIS die Aufwendungen und Erträge der X-Pol vollständig und die der alten SYGNIS nur für den Monat Dezember enthalten, was sich entsprechend auch auf die Höhe des Eigenkapitals der vollständig konsolidierten Bilanzen auswirkt. Zudem beziehen sich die veröffentlichten Vorjahreswerte aufgrund der buchhalterischen Besonderheit einer „reverse acquisition“ auf das Geschäftsjahr 2011 der X-Pol Biotech. Die Änderungen im Konzernabschluss resultieren daher vor allem aus der Kaufpreisallokation und der Erfassung der beizulegenden Zeitwerte der alten SYGNIS, während die Bewertung der X-Pol-Produkte in der Bilanz nur zu ihren Buchwerten und nicht zu ihren Zeitwerten erfolgte. Ein Vergleich der Geschäftszahlen mit den Vorjahreswerten ist daher nur sehr eingeschränkt möglich.

SYGNIS konzentrierte sich im Jahr 2012 auf die strategische Neuausrichtung. In diesem Rahmen wurden die Aktivitäten im Bereich Medikamentenentwicklung für Erkrankungen des zentralen Nervensystems vollständig eingestellt und umfassende Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, um die Kostenbasis des Unternehmens deutlich zu reduzieren. Durch den Zusammenschluss mit dem spanischen Unternehmen X-Pol Biotech, der im Dezember 2012 erfolgreich abgeschlossen wurde, besitzt SYGNIS nun ein vollständig neues Geschäftsmodell mit dem Fokus auf der Entwicklung und Vermarktung neuartiger molekularbiologischer Technologien, zum Beispiel auf den Gebieten der DNA-Amplifikation und -Sequenzierung. Für das Hauptprodukt QualiPhi®, einer verbesserten Polymerase zur DNA-Amplifizierung, wurde im Juli 2012 ein weltweiter Lizenzvertrag mit QIAGEN abgeschlossen, durch den die Gesellschaft eine Einmalzahlung erhielt sowie umsatzabhängige Lizenzerlöse generieren wird. Die ersten Umsätze sind für das Geschäftsjahr 2013 geplant.

CEO/CFO Pilar de la Huerta kommentierte: „Das Geschäftsjahr 2012 der SYGNIS war geprägt durch den erfolgreichen Zusammenschluss von SYGNIS und X-Pol Biotech. In der Folge wurden umfangreiche Weichenstellungen und Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen, die heute bereits weitgehend umgesetzt sind. Auch kommerziell konnten wir erste Erfolge zeigen. Wir freuen uns über den Abschluss eines exklusiven und weltweiten Lizenzvertrags über unser Hauptprodukt QualiPhi® mit dem Marktführer QIAGEN. Bereits im laufenden Jahr werden wir erste Umsätze erzielen und planen den Break-Even im Geschäftsjahr 2014.“

Das berichtete Periodenergebnis der SYGNIS betrug im Geschäftsjahr 2012 -2,4 Mio. EUR (Vorjahr: -0,9 Mio. EUR). Der Ergebnisrückgang resultierte im Wesentlichen aus den Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR), da die Erfolgswahrscheinlichkeiten verschiedener aktivierter Projekte bei der X-Pol Biotech als zu gering eingestuft wurden. Darüber hinaus sind die operativen Aufwendungen der alten SYGNIS für den Monat Dezember enthalten und die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen haben sich auf 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) erhöht. Die Umsatzerlöse betrugen 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) und resultieren vor allem aus der Vermarktung von QualiPhi®.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr vor allem durch den infolge des Zusammenschlusses entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 5,9 Mio. EUR von 2,2 Mio. EUR auf 9,6 Mio. EUR erhöht, da der Marktwert der alten SYGNIS zum Akquisitionszeitpunkt höher war als der entsprechende Zeitwert des Nettovermögens. Des Weiteren sind die sonstigen immateriellen Vermögenswerte von 1,1 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR angestiegen. Die wesentlichen Effekte waren hier das Entwicklungsprogramm DoubleSwitch und das Lizenzgeschäft Caco2, die auf Ebene der alten SYGNIS aktiviert worden waren. Das Eigenkapital wurde entsprechend um 5,8 Mio. EUR auf 6,3 Mio. EUR gestärkt.

Der Mittelabfluss aus operativer Tätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 0,6 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR erhöht, was insbesondere auf den größeren Periodenverlust zurückzuführen ist und durch die gestiegen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte teilweise kompensiert wurde. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erhöhte sich auf 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: -0,7 Mio. EUR), im Wesentlichen bedingt durch den Zahlungsmittelzufluss aus dem umgekehrten Unternehmenserwerb in Höhe von 0,5 Mio. EUR. Aufgrund der geringeren Aufnahme von langfristigen Krediten reduzierte sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR). Die liquiden Mittel lagen zum Stichtag bei 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR).

Ausblick

Das Unternehmen erwartet für das Jahr 2013 neben dem bereits gemeldeten Lizenzabkommen mit QIAGEN weitere kommerzielle Vereinbarungen mit Partnern. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen mit ersten Umsätzen aus Produktverkäufen noch im laufenden Geschäftsjahr. Mittelfristig sollen jährlich zumindest zwei neue Produkte in regionalen oder globalen Partnerschaften lizenziert werden. Das Unternehmen plant, den Break-Even im Geschäftsjahr 2014 zu erreichen. Trotz der geplanten Umsätze wird das Jahr 2013 aufgrund der laufenden Aufwendungen sowie aufgrund außerordentlicher Belastungen aus Restrukturierungsmaßnahmen jedoch erneut einen Verlust ausweisen. Dabei geht das Unternehmen aber davon aus, dass die bestehenden Maßnahmen zur Kostenreduktionen bereits im Jahresverlauf deutliche Wirkung zeigen werden.

Die zum 31. Dezember 2012 zur Verfügung stehenden Finanzmittel betrugen 0,5 Mio. EUR. Aktuell ist die Finanzierung der laufenden Aktivitäten durch ein Darlehen der Hauptaktionäre bis Mitte 2013 gesichert. Zur weiteren Finanzierung und damit zur Unternehmensfortführung ist die Gesellschaft auf neue Finanzmittel für den Zeitraum ab Mitte 2013 angewiesen. Diese sollen durch neue Investoren, weitere Darlehensmittel oder durch die Nutzung des bestehenden SEDA-Vertrages (Eigenkapitalzusage auf Abruf) generiert werden.

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