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Tarifmodelle bei der KFZ-Versicherung: Die innovative Autoversicherung

Die Preis- und auch Leistungsunterschiede in der Autoversicherung sind riesig . Deshalb lohnt sich ein regelmäßiger Vergleich für den eigenen Pkw. Denn jede Versicherungsgesellschaft berechnet die Beitragshöhe nach eigenen Tarifmerkmalen. Ein Kriterium ist die jährliche Kilometerleistung. Die meisten Versicherungen arbeiten hier mit Pauschalen, kaum eine rechnet mit den tatsächlich gefahrenen Kilometern. So zahlen etliche Autofahrer zu viel Beitrag. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, Ihre KFZ-Versicherung zu optimieren und im besten Fall mehrere hundert Euro jährlich zu sparen.

Was den Preis der Autoversicherung beeinflusst

Der Preis für die Autoversicherung hängt von diversen Faktoren ab. Einige davon kann der Fahrzeughalter selbst beeinflussen und damit eine Menge Geld sparen.

Persönliche Tarifmerkmale

Familienstand, Alter oder Beruf fließen zwar in die Berechnung des Beitrages ein, lassen sich aber nicht beeinflussen. An den folgenden Merkmalen kann dagegen gedreht werden, um die Versicherung günstiger zu machen:
  1. Kilometerleistung
  2. Zahlweise
  3. Weitere Fahrer
  4. Selbstbeteiligung
  5. Werkstattbindung

Kilometerleistung

Der Versicherungsbeitrag richtet sich auch nach den gefahrenen Kilometern pro Jahr. Oft sind diese Angaben pauschal vom Versicherungsnehmer zu machen, nur wenige Versicherer rechnen tatsächlich kilometergenau ab. Dazu gehört etwa der mehrfache Testsieger Friday, bei dem nicht gefahrene Kilometer sogar zurückerstattet werden. Die exakt gefahrenen Kilometer werden dazu am Jahresende einfach im Kundenportal eingegeben.Tipp: Analysen zeigen, dass viele Versicherungsnehmer die eigene Jahresfahrleistung oft zu hoch einschätzen und damit zu viel Beitrag zahlen. In jedem Fall sollte man darauf ein Auge haben und eine Minderfahrleistung der Versicherung schnellstmöglich mitteilen.

Zahlweise

Wenn irgend möglich, zahlen Sie den Versicherungsbeitrag auf einen Schlag. Die jährliche Zahlweise ist bis zu 9,5 Prozent günstiger als eine Ratenzahlung.Checkliste Zahlweise: Das können Sie sparen!
  • Halbjährlich: 4 Prozent teurer
  • Vierteljährlich: rund 9 Prozent teurer
  • Monatlich: 9,5 Prozent teurer

Weitere Fahrer

Ein unbeschränkter Fahrerkreis ist durchschnittlich doppelt so teuer wie nur der Versicherungsnehmer und sein Partner. Besonders teuer ist ein mitfahrender Sprössling ohne Fahrpraxis.Tipp: Gibt es ein weiteres Fahrzeug in der Familie, lohnt sich oft eine Zweitwagenregelung LINK. So lässt sich der (teure) Nachwuchs aus dem eigenen Vertrag heraushalten.

Selbstbeteiligung

Für eine Voll- oder Teilkaskoversicherung sollte immer auch eine Selbstbeteiligung vereinbart werden. Bei der Teilkasko empfehlen sich 150 Euro, bei der Vollkasko 300 Euro. Das bedeutet, dass Schäden bis zu diesem Selbstbehalt (SB) vom Eigentümer getragen werden müssen, es spart aber eine Menge Beitrag.

Selbstbehalt: So viel können Sie sparen!

  • Teilkasko mit 150 Euro Selbstbehalt: 18 Prozent
  • Teilkasko mit 300 Euro Selbstbehalt: 25 Prozent Auch in der Vollkasko lässt sich mit Selbstbehalt kräftig sparen. Eine generelle Aussage ist hier aber schwierig, weil viele günstige Versicherer gar keine Tarife ohne SB anbieten. Am besten einfach im Versicherungsvergleich verschiedene Selbstbehalte durchspielen.

Werkstattbindung

Wer bereit ist, nach einem Kaskoschaden eine Partnerwerkstatt der eigenen Autoversicherung zu besuchen, erhält eine günstigere Prämie. Denn dadurch hat die Assekuranz Kostenvorteile bei der Abrechnung von Schäden, die sie an die Versicherten weitergibt. Eine Werkstattbindung spart durchschnittlich 10 Prozent.Aber Vorsicht: Bei Neuwagen kann die Herstellergarantie verloren gehen, wenn die Werkstatt keine Original-Ersatzteile verwendet. Auch geleasten oder fremdfinanzierten Autos ist die Werkstattbindung oft untersagt. Dann muss fast immer in einer Werkstatt repariert werden, die vom Hersteller freigegeben ist.

Wie wirken sich Typklassen auf den Versicherungsbeitrag aus?

Die Versicherungsprämie hängt entscheidend vom Fahrzeugmodell ab. Jahr für Jahr untersuchen die Statistiker des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) deshalb die Schadensbilanzen aller in Deutschland zugelassenen Automodelle und ermitteln daraus die sogenannte Typklasse. Modelle mit wenigen Schäden und niedrigen Reparaturkosten werden in eine niedrige Typklasse eingestuft, was sich kostengünstig auf den Beitrag auswirkt.Tipp: Schon vor dem Kauf lohnt es sich deshalb, einen Blick in die Typklassenstatistik des GDV zu werfen.

Teilkasko oder Vollkasko: Welcher Schutz ist sinnvoll?

Checkliste

  • Haftpflicht: Ist gesetzlich vorgeschrieben und kommt für die Schäden des Unfallgegners auf. Für ältere Pkw reicht meist eine Haftpflicht.
  • Teilkasko: Übernimmt Reparaturkosten am eigenen Fahrzeug bei Unwetter- und Brandschäden, Wildunfällen, Marderbissen oder Diebstahl; Wert des Autos: 3.000 und 15.000 Euro
  • Vollkasko: ersetzt bei einem selbstverschuldeten Unfall den eigenen Schaden und zahlt bei Vandalismus; Wert des Autos: mehr als 15.000 Euro
Wichtig und beitragsrelevant ist auch die Entscheidung, ob nur eine Haftpflicht oder auch eine Kasko-Versicherung abgeschlossen werden soll. Die Kfz-Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben und übernimmt bei Unfällen den Schaden des Unfallgegners. Eine Kasko übernimmt auch Schäden am eigenen Pkw. Die Teilkasko zahlt etwa bei Diebstahl, Glasbruch, Wildschäden oder Brand. Die Vollkasko zahlt den Schaden am eigenen Fahrzeug bei selbstverschuldeten Unfällen und bei Vandalismus. Natürlich ist eine reine Haftpflichtversicherung preiswerter, bei älteren Autos ist sie auch ausreichend. Neuwagen sollten dagegen mit einer Vollkasko versichert werden, nach ein paar Jahren genügt dann eine Teilkasko.Tipp: Denken Sie daran, von Zeit zu Zeit den Restwert ihres Autos zu überprüfen. Denn je mehr Kilometer ihr Wagen über die Jahre sammelt, desto geringer ist sein Restwert. Mit einem Tarifwechsel sparen Sie dann bares Geld.

Versicherungswechsel und Kündigung

Wechselwillige Autofahrer können auf einem der zahlreichen Vergleichsportale im Internet schnell und einfach einen Beitragsvergleich durchführen, etwa bei check24 oder bei tarifcheck .

Wann kann man seine Kf-Versicherung kündigen?

Regulär kann der alte Vertrag immer zum Ende der Laufzeit gekündigt werden. Bitte die Kündigungsfrist beachten: Sie beträgt vier Wochen vor Vertragsende, meist ist das der 31.12. eines Jahres. Daneben haben Sie ein Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhungen, einem Fahrzeug- oder Halterwechsel oder nach einem Schaden. Unter dem Link finden Sie weitere Tipps für den einfachen Wechsel.

Fazit: Welche Kfz-Versicherung ist empfehlenswert?

Ein regelmäßiger Versicherungsvergleich lohnt sich, um in eine günstigere Autoversicherung zu wechseln, die oft sogar noch bessere Konditionen bietet. Aber auch, wenn Sie bereits eine günstige Police haben, lohnt es sich, die Tarifmerkmale des eigenen Vertrages von Zeit zu Zeit zu checken. So spart etwa ein eine Tarifwechsel von der Vollkasko in die Teilkasko bares Geld, wenn das Kfz in die Jahre gekommen ist. Auch, wenn Sie etwa den Job gewechselt haben und jetzt weniger Kilometer fahren, sollten Sie das der Versicherung sofort melden. Denn auch die jährliche Fahrleistung beeinflusst die Beitragshöhe!

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