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Tarifverdienste im zweiten Quartal um 1,9 Prozent gestiegen

Die Tarifverdienste in Deutschland sind im zweiten Quartal 2021 um durchschnittlich 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit. Im Ergebnis berücksichtigt sind demnach tarifliche Grundvergütungen und durch Tarifabschlüsse festgelegte Sonderzahlungen wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen.

Der Anstieg ohne Sonderzahlungen lag im Vorjahresvergleich bei 1,4 Prozent. Im gleichen Zeitraum stiegen die Verbraucherpreise um 2,4 Prozent. Überdurchschnittlich entwickelten sich die Tarifverdienste mit Sonderzahlungen im Vergleich zum zweiten Quartal 2020 unter anderem im Verarbeitenden Gewerbe sowie bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (jeweils +2,8 Prozent). Der Anstieg im Verarbeitenden Gewerbe lässt sich vor allem auf die in der Metall- und Elektroindustrie im Juni 2021 gezahlte Corona-Prämie in Höhe von 500 Euro zurückführen. Bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen machte sich neben regulären Tariferhöhungen vor allem die Angleichung der Entgelte im Osten an die des Westens im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung bemerkbar. Auch im Baugewerbe (+2,5 Prozent), im Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (jeweils +2,4 Prozent) waren die Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen deutlich höher als im Vorjahresquartal, so die Statistiker. Unterdurchschnittlich stiegen die Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen im Vergleich zum Vorjahresquartal vor allem in der Land- und Forstwirtschaft (+1,0 Prozent), bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+1,1 Prozent) sowie in der Öffentlichen Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung (+1,2 Prozent). (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Euromünzen, über dts Nachrichtenagentur

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