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Trotz Geschäftsreisen zum Klimaschutz beitragen

Zum modernen Geschäftsleben gehört das Reisen und damit das Fliegen dazu, wie der Laptop oder Tablet und das Smartphone. Im Jahr 2018 wurden rund 190 Millionen Geschäftsreisen von deutschen Unternehmen durchgeführt. Zwar ist die Zahl im Vergleich zu den Vorjahren deutlich angestiegen, doch die Anzahl der Übernachtungen auf Business-Trips hat sich im Vergleich zu 2017 (72,5 Mio.) nicht verändert. Damit handelt es sich bei rund 60% der Geschäftsreisen der deutschen Unternehmen um Tagesreisen.

Folgen für die Umwelt bleiben nicht aus

Dabei bleiben Folgen für die Umwelt nicht aus, ebenso wie Staus und Verkehrsunfälle. Allerdings spricht vieles dafür, dass sich das Reisemanagement in den Unternehmen verändert: Klimaschutz, Verkehrssicherheit und hohe Treibstoffpreise. Was können Unternehmen für den Klimaschutz in Bezug auf die Geschäftsreisen tun? Vor allem die Organisation und Terminplanung für Konferenzen und Meetings stellen sich dadurch als große Herausforderung heraus. Sicherlich lassen sich interne Besprechungen durch virtuelle Meetings ersetzen. Aber es gibt ebenfalls Wege, um die notwendigen Geschäftsreisen klimafreundlich zu gestalten. Geht es um ein Meeting mit Geschäftspartnern und Kunden von außerhalb, die per Flugzeug anreisen, ist ein  Büro direkt am Flughafen, hier beispielsweise in Frankfurt / Main, eine sinnvolle Alternative. In diesem Fall entfällt die Anreise per Auto vom Airport zum Meeting, womit zugleich etwas für den Klimaschutz getan wird, sondern hier wird zugleich eine perfekte Work-Life-Balance geschaffen. Unternehmen, die über eine Geschäftsadresse am Airport verfügen, präsentieren sich mit dieser vor allem bei den internationalen Kunden seriös. Manager oder Vertriebler, die häufig selbst unterwegs sind oder Gäste aus nah und fern in den eigenen Geschäftsräumen begrüßen, wünschen sich darüber hinaus eine einladende und stressfreie Arbeitsumgebung. Eben dies ist durch ein Büro am Flughafen gegeben.

Geschäftsreisen sind ohne Scham möglich

Webkonferenzen, die Bahn anstelle des Flugzeugs und Steuernachlass: Der Klimaschutz findet im Business Travel oft schon statt – aus ökonomischen Gründen. Schuld daran ist „Flyskam“ zu Deutsch „Flugscham“. Ein Blick nach Schweden zeigt, dass so mancher aus der Oberschicht inzwischen von einem schlechten Gewissen geplagt ist, wenn er ein Flugzeug besteigt, denn schließlich stammt Greta Thunberg aus Schweden. Inzwischen verzichten so manche auf das Fliegen und etliche schwedische Unternehmen zeigen sich demonstrativ CO2-bewusst. Wie bspw. Klarna (Sofortüberweisung, Billpay): Im September 2018 richtete das Unternehmen eine Betriebsfeier in Berlin aus und die rund 600 Schweden reisten nicht bequem mit dem Flugzeug an, sondern nahmen eine fünfeinhalbstündige Zugfahrt auf sich, um dann mit Bussen und einer Fahrzeit von sieben Stunden in die deutsche Hauptstadt zu gelangen. Sicherlich ist das sehr zeitaufwendig, doch am Boden ist der Kohlendioxidausstoß deutlicher geringer als am Himmel. Die Beschäftigten wandelten damit zumindest fast auf den Spuren der Aktivistin Greta. Diese war zu Beginn des Jahrs mit dem Zug nach Davos in die Schweiz zum Weltwirtschaftsforum gereist. Die Reise nahm 65 Stunden in Anspruch. Für eine Konferenz in den USA segelte sie für 14 Tage über den Atlantik. Sicherlich wurde es bei Klarna nicht ganz so extrem, denn für den Rückweg aus Berlin war auch der Flug erlaubt. In diesem Fall kompensiert das schwedische Unternehmen die entstehenden CO2-Emissionen .

Deutsche Unternehmen wollen Kohlendioxidausstoß reduzieren

Im Business Travel macht sich der Klimagedanke breit. In Deutschland verkündeten Unternehmen, dass sie in den kommenden Jahren den Kohlendioxidausstoß drastisch reduzieren wollen. Das Thema steht in der Rangliste der größten Wachstumsrisiken („Global CEO Outlook“ von KPMG) aktuell ganz oben. Andere Gefahren wie Image-Verlust, disruptive Technologien, Datenklau und Protektionismus werden davon auf die hinteren Plätze vertrieben. In der KPMG-Studie zeigen sich vor allem die deutschen Chefs davon überzeugt, dass der Wandel zur Klimafreundlichkeit und zu neuen Wachstumsimpulsen gut gelingen wird.

Bei Geschäftsreisen handelt es sich nicht um Lustreisen

Bereits vor Ende 2020 will der weltgrößte Autozulieferer Bosch klimaneutral produzieren und reisen. Der Chef der Deutschen Post , Frank Appel würde gern eine CO2-Steuer bezahlen. Das Ziel lautet: Weniger Kohlendioxid erzeugen. Zwar ist der CO2-Ausstoß bei den Geschäfts- und Kongressreisen im Vergleich zur industriellen Produktion äußerst gering, aber zum Gesamt-CO2-Fußabdruck eines Unternehmens tragen diese schließlich auch bei. Jedoch kann keine Rede davon sein, dass die Business-Branche von einer regelrechten Flugscham überfallen wurde. Vom Stahlhersteller Salzgitter wurde betont, dass es sich bei den internationalen Geschäftstätigkeiten nicht um Lustreisen handelt. Aber dennoch, von vielen Reiserichtlinien wird dem Zug inzwischen der Vorrang vor dem Flug gegeben, zumindest wenn es um innerdeutsche Reisen geht. Dies gilt für den Energieversorger Eon ebenso wie für den Fernsehsender Tele 5. Von manchen Firmen werden Flüge bei einer Strecke von unter 400 Kilometern sogar die Flüge ausgeschlossen. Die Firmen haben dabei jedoch nicht nur den Klimaschutz im Auge, sondern ebenfalls die Wirtschaftlichkeit. Wir die Vollkostenrechnung zu Grunde gelegt, dann ist die Bahnreise in der Regel noch immer günstiger als der Flug. Zumindest dann, wenn eine Bahncard 50 vorliegt. Sollte das Flugticket inklusive der notwendigen Taxitransfers dann doch günstiger sein, dann überlassen es die meisten der Unternehmen dem Reisenden, welches Verkehrsmittel er für seine Geschäftsreise bucht.

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