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Trumps früherer Sicherheitsberater kritisiert Afghanistan-Plan

Der frühere Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, hat vor einer raschen Reduzierung der US-Truppen in Afghanistan gewarnt. Entsprechende Pläne von Präsident Donald Trump seien "keine gute Idee", sagte Bolton dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Die Zahl von künftig nur noch 2.500 US-Soldaten, die nach Trumps Plänen auch für den Irak gelten soll, sei willkürlich gegriffen worden.

"Das sind politische Zahlen - ohne Verbindung zu den militärischen Anforderungen in den jeweiligen Ländern." Trump interessiere sich nicht für den konkreten internationalen Kontext, etwa die noch laufenden Verhandlungen mit den Taliban in Afghanistan. Zudem zeige er keinerlei Respekt gegenüber der kommenden Biden-Administration, der nichts anderes übrig bleiben werde, als je nach Entwicklung der Lage über die Truppenstärke neu zu entscheiden. Bolton fügte hinzu, es sei generell falsch, in einer Übergangsphase nach der Präsidentschaftswahl an den Institutionen der äußeren Sicherheit der USA herumzufummeln. Der Ernst der Weltlage spreche dagegen. "Aber so ist Trump: Er handelt einfach kindisch." Aus diesem Grund habe Trump noch nach seiner Wahl Verteidigungsminister Mark Esper entlassen. Dass Trump sich noch zu einem Militärschlag gegen den Iran entschließt, nennt Bolton in dem RND-Interview sehr unwahrscheinlich. Zwar habe Trump für seine verbleibenden Tage "vielleicht tatsächlich den einen oder anderen Plan im Kopf, Dinge zu tun, über die eine Mehrheit bestürzt wäre - in den USA wie im Rest der Welt". Doch Trumps Überlegungen, das war immer so, seien "am Ende episodisch, erratisch, sie sind nicht irgendwie miteinander verbunden", sagte Bolton. Auf die Frage, wie sein aktueller Rat an die Europäer lautet, sagte Bolton: "Zähne zusammenbeißen, abwarten, Trump aussitzen." (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Hubschrauber der US-Army, über dts Nachrichtenagentur

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