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Türkei: Proteste in Istanbul erhalten Solidaritätsbekundungen

Berlin/ Istanbul – Die Proteste und Auseinandersetzungen in der Türkei, besonders in Istanbul, halten weiter an. In Deutschland gibt es unterdessen zahlreiche Solidaritätskundgebungen für die Aktivisten – wie zum Beispiel am Dienstagabend in Berlin. Die Demonstrationen und Aktionen richten sich gegen die kompromisslose Haltung der türkischen Regierung und das Vorgehen der Sicherheitskräfte.

Die türkische Polizei hatte am Dienstag mit zahlreichen Mannschaftsbussen den Taksim-Platz in Istanbul gestürmt, nachdem Demonstranten diesen zwölf Tage lang besetzt hatten. Die Polizisten drangen unter dem Einsatz von Tränengas, Wasserwerfern und Panzerfahrzeugen auf den Platz vor. Die Aktivisten warfen mit Steinen und kleineren Brandsätzen, wurden aber von den Hundertschaften vertrieben. Sie flüchteten größtenteils in den angrenzenden Gezi-Park, in dem hunderte Protestler ihre Zelte aufgeschlagen haben. Dort gehen die Auseinandersetzungen weiter. Ministerpräsident Erdogan ignorierte bislang alle Dialogangebote und schickte weitere Einsatztruppen in das Camp. Beobachter rechnen mit der Ausweitung der Proteste.

Foto: Solidaritätskundgebung in Berlin am 11. Juni 2013, über dts Nachrichtenagentur

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