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TUI-Chef kritisiert pauschale Reisewarnungen

Der Chef des Touristikkonzerns TUI, Friedrich Joussen, hat die Warnungen des Bundesgesundheitsministers vor Reisen ins Ausland kritisiert. "Die Zahlen geben eine pauschale Reisewarnung nicht her. Ein Urlaubshotel auf den Kanaren ist statistisch sicherer als ein Hotel in Hamburg, München oder Berlin", sagte Joussen der Wochenzeitung "Die Zeit".

Er forderte eine stärkere regionale Unterscheidung: "Wenn man Spanien zumacht, kann es sein, dass auf Menorca nicht ein Fall war, und auf Mallorca ist die Hauptstadt Palma betroffen, aber doch nicht die ganze Insel. Es wird ein ganzes Land zum Risikogebiet erklärt, obwohl die Fallzahlen das für die Urlaubsregionen gar nicht hergeben. Das ist nicht sachgerecht." Der TUI-Chef hält Pauschalreisen außerdem für vergleichsweise sicher. "Reiserückkehrer, die sich mit Covid-19 infiziert haben, sind ganz überwiegend keine Touristen. Das zeigen die Testergebnisse von Rückkehrern an den Flughäfen." Die Lage seines Unternehmens sei zwischenzeitlich dramatisch gewesen. Ohne einen drei Milliarden Euro schweren Staatskredit wäre sein Unternehmen womöglich schon pleite, so Joussen. "Wenn die Regierung nicht eingesprungen wäre, würde es das Unternehmen wahrscheinlich heute nicht mehr geben. Die Zinsen gingen durch die Decke. Es gab Nächte, da habe ich nur zwei Stunden geschlafen." (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Tui-Flugzeug, über dts Nachrichtenagentur

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