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Über 600 Corona-Infizierte in Fleischindustrie

In deutschen Schlachtbetrieben sind inzwischen mehr als 600 Arbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das berichtet der „Spiegel“ nach Abfragen bei den Behörden. In den meisten Fällen hatten sich demnach rumänische Werkvertragsarbeiter angesteckt, die oft in engen Gemeinschaftsunterkünften leben.

Der seit 16. April geltende Arbeitsschutzstandard des Arbeitsministeriums werde „nach allem, was ich weiß, in kaum einer Unterkunft eingehalten“, sagte SPD-Fraktionsvize Katja Mast, die auch die Task Force der Fraktion „Soziale Folgen der Corona-Pandemie“ leitet. Die Regelung sieht etwa vor, dass Mehrbettzimmer nur von Partnern oder Familien bewohnt werden sollen. Mast will die Unternehmen künftig auch für die Wohnsituation haften lassen: „Das Geschäftsmodell mit den prekären Unterkünften für osteuropäische Arbeiter muss beendet werden.“

Foto: Corona-Testzentrum, über dts Nachrichtenagentur

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