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Über die Alpen per Pedal

Wer bei den Alpen nur an das Skifahren und Bergwandern denkt, der sollte sich ans Radfahren erinnern. Die Kombination ist auch aus medizinischer Sicht empfehlenswert: Die durch Buckelpisten und Bergab-Wandern in Mitleidenschaft gezogenen Knie werden durch den sanften Muskelaufbau beim Radfahren entlastet und müssen dabei auch nicht das gesamte Gewicht des Sportlers tragen. Die wachsende Ausdauer und strafferen Muskeln werden oft noch durch purzelnde Pfunde belohnt. Damit das Radfahren nicht langweilig wird, empfiehlt sich eine abwechslungsreiche Landschaft wie sie etwa in den Kitzbüheler Alpen anzutreffen ist. „Das Bikedorado der Alpen“ – so wird stolz die Gegend bei Brixen-Kirchberg-Westendorf, St. Johann in Tirol und Hohe Salve rund um Kitzbühel vom Tourismusverband bezeichnet. Und die Zahlen sprechen für sich: 1000 Rennrad- und 800 Mountainbike-Kilometer, davon sogar einige als Freeride- und Downhill-Strecken. Da steht dem Vorhaben „mit dem Fahrrad über die Alpen“ kein Fahrverbotsschild mehr im Wege. Zudem wird die Wirtschaft der traditionellen Skiregion durch den zusätzlichen Radtourismus im Sommer weiter gepusht.

Mit dem Fahrrad über die Alpen – eine kleine Hilfe sei erlaubt

Wem allein schon beim Lesen von einer Alpendurchquerung per Rad der Schweiß auf der Stirn tritt, dem sei zur Beruhigung gesagt, dass die Kitzbüheler Alpen samt Kaisergebirge auch die größte zusammenhängende E-Bike-Region weltweit darstellen. Auch hier sprechen die Zahlen Bände: Bei 75 Verleih-Stationen können 275 elektrisch betriebene Räder ausgeliehen und der Akku wieder aufgeladen werden. Diese Möglichkeit mit dem Fahrrad über die Alpen zu kommen schaffte neue Arbeitsplätze in der Region.
Mit den Pedelecs – Fahrräder mit elektrischer Tretunterstützung – gelangt man entspannt zu den spannendsten Ausblickspunkten, verschiedenen Kulturgütern sowie zu den Berghütten mit dem leckersten Speisen- und Getränkeangebot.

Schnuppertag beim Käseerzeuger

Für Käseliebhaber bietet sich zum Beispiel eine Tour zum Senner an: Mit dem Pedelecs geht es 15 km von Kirchberg nach Aschau und dann in das Spertental. Die mittelschwere Strecke kann durch das Waten durch eine Naturkneippanlage oder eine Pause am Ufer der Aschauer Ache unterbrochen werden. Man sollte sich allerdings nicht zu lange durch die reizvolle Landschaft vom Ziel abbringen lassen, denn unmittelbar nach der Hintenbachalm kommt man zur Schaukäserei Kasplatzl. Dort lässt es sich Senner Hans Walch nicht nehmen, seine Besucher bei einer Gratis-Führung in die Geheimnisse der Käseerzeugung einzuweihen. Selbstverständlich mit anschließender Verkostung der Milchprodukte. Wer dann noch in der Lage ist einen Kilometer weiter auf die Labalm zu fahren, den erwartet auf 1.264 m Seehöhe ein Panorama-Blick auf den Großen Rettenstein sowie ein Alpengasthof.

Mit dem Fahrrad über die Alpen – zur ältesten Almhütte Tirols.

Egal ob mit eigener Muskelkraft oder mit elektrischer Unterstützung: Der Weg – beginnend in Westendorf, Hopfgarten oder Kelchsau – zur Tiefentalalm ist immer ein Fahrt wert. Die älteste noch erhaltene Almhütte Tirols zählt stolze 500 Jahre. Dort erwarten den Besucher selbstgemachte Speisen und Getränke.
Noch mehr Käse gibt es für Genießer auf der Käsealm Straubing. Diese leicht zu bewältigende Route beginnt in Hopfgarten und führt über das Windautal zur Jausenstation Straubing.
Noch weitere Routen, um mit dem Fahrrad über die Alpen zu fahren sind im Internet und in der kostenlosen Tourenkarte der Tourismusverbände zu finden.

Foto: mpt/Kitzbüheler Alpen Marketing/Kurt Tropper

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1 Kommentar

  1. Biken in den Kitzbüheler Alpen!

    Dem vorangegangenen Artikel kann ich nur zustimmen!

    Mein Favorit ist der „Lisi Osl Trail“! Ein toller Trail, der fordert aber nicht überfordert.

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