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Umfrage: Jeder Zweite hat in Coronakrise Vertrauen in Gesundheitssystem

Die Hälfte der Bundesbürger (50 Prozent) hat generell großes Vertrauen in das deutsche Gesundheitssystem im Hinblick auf die Coronakrise. Das ergab eine Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL, die am Montag veröffentlicht wurde. Demnach würden sich 40 Prozent der Befragten als Smartphone-Nutzer die derzeit diskutierte „Corona-App“ zur Nachverfolgung der Infektionsketten installieren.

Gefragt nach der „Corona-App“ würden 36 Prozent der Befragten zudem angeben, wenn sie positiv auf Corona getestet wurden. 34 Prozent der Befragten wären zudem bereit, sich freiwillig in Quarantäne zu begeben, wenn die App sie als Kontaktperson einer infizierten Person ermittelt hat. Besonders hoch ist laut Forsa die generelle Bereitschaft zur Nutzung eine solchen App bei den älteren Befragten (44 Prozent). Auf größte Akzeptanz stößt dies bei den Anhängern von CDU/CSU und SPD (52 Prozent). Lediglich 19 Prozent der AfD-Anhänger würden dagegen eine solche App einsetzen. Insgesamt haben 50 Prozent der Befragten Vertrauen, dass das Gesundheitssystem in Deutschland so aufgestellt ist, dass eine ausreichende Versorgung der Erkrankten gewährleistet ist. 8 Prozent der Befragten haben dagegen dieses Vertrauen nicht. Diese Sicht teilen insbesondere die AfD-Anhänger. Hier hat laut Forsa mit 31 Prozent jeder Dritte kein Vertrauen diesbezüglich in das deutsche Gesundheitssystem (FDP 14 Prozent, Linkspartei 12 Prozent, Grüne und SPD 4 Prozent, CDU/CSU 1 Prozent). Mit 47 Prozent vertraut fast die Hälfte der Befragten darauf, dass die Politik diese Krise meistert. 10 Prozent gehen davon aus, dass dies nicht so ist. Mit 49 Prozent trauen insbesondere die Anhänger der AfD der Politik nicht zu, diese bestmöglich zu steuern (FDP 15 Prozent, Linkspartei 13 Prozent, Grüne und SPD 3 Prozent, CDU/CSU 1 Prozent). Sollte die Wissenschaft dazu raten, die aktuellen Maßnahmen über den 19. April hinaus für wenige Wochen fortzuführen, um das Coronavirus einzudämmen, dann sind 81 Prozent der Befragten dafür, dass die Politik dieser Empfehlung folgen sollte. 14 Prozent der Befragten sind dagegen. Dies trifft auch vergleichsweise häufig für die Anhänger der AfD (36 Prozent), der FDP (25 Prozent) und der Linkspartei (23 Prozent) zu. Fast alle Bundesbürger (90 Prozent) halten laut Forsa die derzeit angeordneten Maßnahmen für richtig. 9 Prozent der Befragten halten sie dagegen nicht für richtig. Ein Viertel der Befragten (27 Prozent) ist der Ansicht, dass Deutschland am Ende gestärkt aus der Krise hervorgehen wird. 52 Prozent der Befragten teilen diesen Optimismus jedoch nicht und gehen davon aus, dass Deutschland durch die Coronakrise geschwächt wird. Diese Einschätzung teilen mit 81 Prozent insbesondere die AfD-Anhänger (FDP 65 Prozent, Grüne 51 Prozent, CDU/CSU 45 Prozent, Linkspartei 44 Prozent, SPD 43 Prozent). Für die Erhebung befragte Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL am 6. April 2020 insgesamt 1.016 Personen.

Foto: Krankenhausflur, über dts Nachrichtenagentur

 

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