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Umsätze von Kaufhäusern sinken weiter

Kaufhäuser in Deutschland haben im Zeitraum von 1999 bis 2019 insgesamt 42,1 Prozent ihres realen Umsatzes eingebüßt. Im selben Zeitraum legte der Umsatz des Onlinehandels um 120,3 Prozent zu, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit. Der stationäre Einzelhandel erhöhte seine realen Umsätze im Betrachtungszeittraum um 11,2 Prozent, blieb mit diesem Zuwachs aber deutlich unter dem der Onlinekonkurrenz.

Am Beispiel der Modebranche wird der Niedergang des stationären Handels und der Boom des Onlinehandels deutlich: Zwischen 1999 und 2019 stiegen die realen Umsätze im Onlinehandel mit Bekleidung um 90,6 Prozent, während die stationären Modehändler nur einen geringfügigen realen Umsatzzuwachs (+ 0,3 Prozent) zu verbuchen hatten. Die Coronakrise verschärfte die wirtschaftliche Situation der klassischen Warenhäuser unterdessen weiter. Ihre realen Umsätze gingen im August 2020 um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Von April bis Juni 2020 lag der reale Umsatzverlust der Branche im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 bei 21,3 Prozent, so die Statistiker. Kalender- und saisonbereinigt erreichten die Umsätze der Kaufhäuser auch im August 2020 immer noch nicht das Vorkrisenniveau (-1,2 Prozent gegenüber Februar 2020). Der Online- und Versandhandel ist hingegen klarer Gewinner der letzten Monate. Im August 2020 konnte die Branche ihre realen Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat um 22,9 Prozent steigern. Von April bis Juni 2020 lag der reale Umsatzzuwachs des Online- und Versandhandels im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 bei 32,0 Prozent. Die Onlinehändler setzten im August 2020 kalender- und saisonbereinigt 19,6 Prozent mehr um als im Februar. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Verkauf in einem Kaufhaus, über dts Nachrichtenagentur

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