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UN-Sicherheitsrat verurteilt Geiselnahme in Syrien

New York - Der UN-Sicherheitsrat hat die Geiselnahme von über 20 UN-Blauhelmsoldaten in Syrien scharf verurteilt und die umgehende Freilassung der Soldaten gefordert. Das Gremium war am Mittwochabend (deutscher Zeit) zu einer Sondersitzung zusammengekommen, in der der UN-Untergeneralsekretär Hervé Ladsous den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen über die Vorgänge unterrichtete. Entgegen erster Medienberichte, nach denen 20 Blauhelmsoldaten von bewaffneten syrischen Rebellen als Geiseln genommen worden seien, sagte der russische Botschafter bei der UN, Witali Tschurkin, dass sich mehr Soldaten in der Hand der syrischen Rebellen befinden.

Eine konkrete Zahl nannte Tschurkin, der dem Sicherheitsrat derzeit vorsitzt, allerdings nicht. Am Mittwoch waren die UN-Blauhelmsoldaten in der südlichen syrischen Provinz Daraa nahe den Golan-Höhen an der Grenze zu Israel als Geiseln genommen worden. Die Soldaten gehören der UNDOF-Mission an. Diese überwacht seit den 1970er-Jahren die Waffenruhe zwischen Israel und Syrien auf den Golan-Höhen. Die Rebellen wollen ihre Geiseln erst freilassen, wenn der Präsident Syriens, Baschar al-Assad, seine Truppen aus der Region abgezogen habe, sagte ein Sprecher der in London ansässigen Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter.

Foto: UN-Sicherheitsrat, UN Photo/Rick Bajornas,

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