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UNICEF: Kaum Fortschritte bei Ernährung von Kleinkindern

Bei der weltweiten Ernährungssituation von Kleinkindern hat es in den letzten Jahren kaum Fortschritte gegeben. Das geht aus einem Bericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Eine Auswertung aktueller Daten aus 91 Ländern zeigt demnach, dass nur die Hälfte der Kinder zwischen sechs und 23 Monaten die empfohlene Mindestanzahl an Mahlzeiten pro Tag erhält.

Lediglich ein Drittel der Kinder erhält die ausgewogene Nahrung, die sie für ihre Entwicklung benötigen. Eine weitere Analyse verfügbarer Daten aus 50 Ländern zeige zudem, dass sich diese schlechten Ernährungspraktiken in den vergangenen zehn Jahren nicht verbessert hätten, so UNICEF. Auch die pandemiebedingte Unterbrechung grundlegender Dienste sowie wachsende Armut infolge der Pandemie hätten sich auf die Ernährung von Kindern ausgewirkt. Beispielsweise habe eine Haushaltsbefragung in Jakarta (Indonesien) ergeben, dass die Hälfte der befragten Familien nur weniger nahrhafte Lebensmittel einkaufen konnte. Infolgedessen sei der Anteil der Kinder, die sich ausgewogen ernähren, im vergangenen Jahr um ein Drittel im Vergleich zu 2018 gesunken. Folgen der Mangelernährung können dem Kinderhilfswerk zufolge ein Leben lang Auswirkungen haben – unter anderem in den Bereichen Bildung und Gesundheit. (dts Nachrichtenagentur)
Foto: Unicef, über dts Nachrichtenagentur

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