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Union startet neuen Anlauf für Tabak-Außenwerbeverbot

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion will kurzfristig mit der SPD in Verhandlungen über ein nahezu vollumfassendes Verbot für Tabak-Außenwerbung eintreten. Das berichtet die „Bild“ (Freitagsausgabe) unter Berufung auf ein Papier aus der Fraktionsführung, demzufolge nur noch die „Dauer der Übergangsfrist“ offen sei sowie die Frage, ob auch gegen die als weniger gesundheitsschädlich geltenden Tabakerhitzer ein Außenwerbeverbot verhängt werden soll. Die stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Gitta Connemann bestätigte der „Rauchen gefährdet die Gesundheit. Das ist nicht nur ein Spruch, sondern Realität. Jeden Tag sterben Menschen an den Folgen. Sie werden dazu animiert. Es ist erwiesen: Werbung wirkt – gerade bei Jugendlichen. Wir wollen keinen Gängelstaat. Aber wir wollen Jugendliche besser schützen.“

Unterstützung kommt von der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU). „Der Tabakwerbung klare Grenzen zu setzen, ist absolut überfällig“, sagte Mortler der „Bild“. Sie wolle eine ernsthafte Lösung und zwar zeitnah. Dem Papier zufolge soll auch die Kinowerbung für Tabakprodukte stark eingeschränkt werden. Zulässig wäre diese demnach nur noch bei Filmen mit der Altersfreigabe ab 18 Jahren. Lediglich reine E-Zigaretten, in denen das Nikotin in flüssigen Liquids enthalten ist, wären demnach nicht von dem Verbot betroffen. „E-Zigaretten enthalten keinen Tabak. Deshalb fordert die Weltgesundheitsorganisation dafür kein Werbeverbot. Und das ist für uns der Maßstab“, so Connemann.

Foto: Raucherin, über dts Nachrichtenagentur

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