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US-Behörden ermitteln im Libor-Skandal gegen weitere europäische Banken

New York – Die US-Finanzmarktaufsicht CFTC gibt sich mit der Bestrafung der britischen Royal Bank of Scotland nicht zufrieden. Schon bald dürften weitere europäische Institute wegen der Manipulation des Referenzzinssatzes Libor hohe Geldbußen bezahlen müssen. „Die Anhörungen gehen weiter. Ich würde mich wundern, wenn wir nicht schon bald von neuen Vergleichen hören würden“, sagte Bart Chilton, der im Vorstand der US-Aufsichtsbehörde CFCT für die Libor-Ermittlungen zuständig ist, dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).

Am Mittwoch musste die Royal Bank of Scotland in einem Vergleich über 600 Millionen Dollar bezahlen, damit die Ermittlungen eingestellt werden. Zuvor hatte es bereits die britische Barclays Bank und die Schweizer UBS getroffen. Ob die Deutsche Bank, deren Händler ebenfalls in die Manipulationen verstrickt sind, auch bald bestraft würde, wollte Chilton nicht sagen. „Zu einzelnen Instituten kann ich nichts sagen“, erklärte er. Chilton forderte einen Kulturwandel bei den Banken. „Die Banker benehmen sich arrogant, als stünden sie über dem Gesetz“, sagte er. Die derzeit amtierenden Vorstände in vielen Geldhäusern seien für diese Kultur verantwortlich. Diese Vorstände abzulösen, falle in den Aufgabenbereich der Aufsichtsräte.

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