weltweiter Handel

US-Firmen kaufen immer weniger in Deutschland ein

weltweiter HandelBerlin – Die weltweite Globalisierung und Vernetzung war und ist immer wieder ein wichtiges Thema in der Politik und der Gesellschaft. Das diese aber auch einen Höhepunkt überschreiten kann sieht man an den Entwicklungen der letzten Jahre. Denn geht es den nationalen Industrien schlecht, werden die Regierungen und Unternehmen anderer Länder schnell protektionistisch. Auch US-Firmen machen hier keine Ausnahmen und gerade in Deutschland sind die ersten Auswirkungen dieser von großem Patriotismus getriebenen Politik in der Auftragsvergabe bei jeder Onlinebestellung schon zu spüren. Es sind nicht mehr nur die sensiblen Bereiche des Unternehmens, die nicht mehr mit Produkten aus Deutschland beliefert werden dürfen, sondern oft werden ganze Einrichtungen, Büromöbel und Systeme direkt aus Amerika eingeführt oder von amerikanischen Unternehmen mit Sitz in einem EU-Land geordert. Häufig werden hier auch höhere Kosten und Zollgebühren bei einer Onlinebestellung in Kauf genommen, entscheidend für den neuen Schreibtisch ist nur das Prädikat „Made in America“. Gerade für den sensiblen Markt der Büromöbel und des Bürobedarfs steht hier eine Änderung des Geschäftsklimas mit weitreichenden Auswirkungen für Unternehmen aus Deutschland bevor.

Vom Weißen Haus bis Baden-Baden

Das der Regierungssitz und der Schreibtisch des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika hauptsächlich von heimischen Unternehmen beliefert und gewartet wird, dass lässt sich durchaus noch verstehen. Unverständlich ist hingegen die Lieferung der Büromöbel und ganzer Bürosysteme für Unternehmenssitze und Regierungsbehörden, die in Deutschland eine eigene Vertretung haben. Während hier zwar noch ein gewisses Grundverständnis für den neuen Schreibtisch der Behörden herrscht, so ist doch gerade die private Wirtschaft darauf angewiesen die besten Konditionen bei einer Onlinebestellung zu bekommen. Händler aus Deutschland sind durchaus in der Lage hier die beste Qualität zu günstigen Preisen zu liefern und können in den meisten Fällen weitaus günstigere Konditionen anbieten. Der Wettbewerb mit Konkurrenten steigt in diesem Sektor ständig und die Möglichkeiten zum Outsourcing sind so gut wie ausgeschöpft. Was jetzt noch bleibt ist nur, die Produktion der Büromöbel in immer billigere Länder zu verlegen um die Kosten noch mehr senken zu können. Darunter wird aber letztlich nur die Qualität zu leiden haben und dadurch auch die Zufriedenheit der Kunden. Wenn Büromöbelhersteller und Händler also weiterhin erfolgreich bleiben wollen, dann bleibt ihnen letztlich nur noch die Expansion auf andere Märkte.

Steckt in der Expansion die Zukunft?

Wenn Händler und Produzenten aus Deutschland in fremde Gefilde vorstoßen bekommen sie häufig ebenso viel, wenn nicht sogar deutlich mehr Gegenwind wie in den heimischen Gefilden. Auch hier hat die nationale Wirtschaft immer deutlich Vorrang, und das obwohl das Siegel „Made in Germany“ auf der ganzen Welt ein angesehenes Qualitätssiegel ist. Zwar arbeiten Regierungen immer wieder daran die Handelshemmnisse abzubauen, doch letztlich ist es immer der Konsument der entscheidet. Hinter seiner Logik steht einfach der Wille einer eigenen starken Wirtschaft, die die Lebensräume sichert und genug Arbeitsplätze bieten kann. Kommt hier ein Konkurrent von außen und bietet einen günstigeren Schreibtisch, oder günstigere Büromöbel an wird dieser leider als Bedrohung aufgenommen. Gerade wenn er nicht in den heimischen Gebieten produziert, sondern seine Ware aus dem fremden Ausland bezieht ist das häufiger der Fall. Deswegen war es für Produzenten und Händler schon länger nicht mehr so attraktiv wie heute im Zuge einer Markterschließung gleich eigene Produktionsstraßen im neuen Land zu eröffnen. So kommt das Label „Made in America“ auf letztlich deutsche Produkte und begeistert die Käufer in Übersee. Zwar erfordert diese Form der Expansion deutlich mehr Kapital und ist anfänglich kostenintensiver und riskanter. Hat man aber erst einmal Fuß im Ausland gefasst ist es ein leichtes die Geschäfte mit der Onlinebestellung ins Rollen zu bringen. In unsere modernen und digitalisierten Welt besteht immer mehr Bedarf an hochwertigen Büromaterialien und Möbeln und das wird sich so schnell nicht ändern.

Foto: SnapThat-Singapore Ship Docks

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